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Forschungsprogramme im Überblick

Das Arbeitsprogramm 2026-2029 umfasst 42 Forschungsprogramme.

  • 01 - Ernährungspolitik, Trends und Märkte - Entscheidungsgrundlagen für ein nachhaltigeres Ernährungssystem und gesunde Ernährung

    Eine Transformation des Ernährungssystems ist dringend erforderlich, um den Auswirkungen des Klimawandels und dem Biodiversitätsverlust entgegenzuwirken und damit zur Ernährungssicherheit in der Schweiz und weltweit beizutragen. Dazu ist eine Ernährungspolitik notwendig, welche die Agrarpolitik in Richtung einer ganzheitlichen Politik für gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion erweitert (Bundesrat, 2022). Eine solche Ernährungspolitik muss Massnahmen auf allen Ebenen der Wertschöpfungskette ergreifen, d.h. von der Produktion über die Verarbeitung bis zum Konsum und dabei auch diese verschiedenen Perspektiven berücksichtigen.

  • 02 - Agrar-, Umwelt- und Handelspolitische Massnahmen - Bewertungen und Ausgestaltung auf Betriebs-, Sektor- und Produktebene

    Folgend Artikel 104 hat der Bund dafür zu sorgen, dass die Landwirtschaft durch eine nachhaltige und auf den Markt ausgerichtete Produktion einen wesentlichen Beitrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung, der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft und zur dezentralen Besiedlung des Landes leistet.

  • 03 - Szenarien der standortangepassten Landwirtschaft und Abschätzung deren Auswirkungen

    Eine standortangepasste Landwirtschaft nutzt die standortspezifischen pedo-klimatischen, agronomischen, ökonomischen und ökologischen Potenziale vorrangig für die Lebensmittelproduktion unter Berücksichtigung der ökologischen Tragfähigkeit der Ökosysteme.

  • 04 - Transformation der Schweizer Landwirtschaft: IST-Zustand, Soll-Zustand, Erfolgsfaktoren

    Das Landwirtschaftsgesetz sieht vor, dass das Bundesamt für Landwirtschaft Massnahmen entwickelt und umsetzt, die Bäuerinnen und Bauern darin unterstützt, eine nachhaltige und auf den Markt ausgerichteten Produktion qualitativ hochwertige Nahrungsmittel zu produzieren.

  • 05 - Milch, Milchprodukte und Käse der Zukunft

    Milch und Milchprodukte gehören zu den wichtigsten Nahrungsmitteln der Schweiz. Mit einem Pro-Kopf-Konsum von über 300 Kilogramm pro Jahr stehen sie weit vor allen anderen Lebensmitteln.

  • 06 - Neue Lebensmittelprodukte und -Technologien = neue Wertschöpfung für die Landwirtschaft

    Agroscope hat im Rahmen seiner Forschung im Milch-/Käse-Bereich und in begrenztem Ausmass auch im Obst-/Weinbereich über mehr als ein Jahrhundert eine einzigartige Stammsammlung aufgebaut,...

  • 07 - Nachhaltiger Wein

    Der Schweizer Weinbau soll in Bezug auf die Umweltwirkungen wesentlich nachhaltiger gestaltet und den Klimaänderungen angepasst werden, wobei der Marktanteil mindestens gehalten werden sollte.

  • 08 - Obstbau, Beeren

    Der Schweizer Obst- und Beerenbau erzeugt auf rund 7000 ha Intensivkulturen einen hohen Produktionswert und versorgt damit die Schweizer Bevölkerung mit gesundem, einheimischem Frischobst.

  • 09 - Gewürz- und Medizinalpflanzen

    Das Hauptziel besteht darin, die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Kräuterproduktion zu erhalten oder zu stärken, indem qualitativ hochstehende, originelle und marketingtaugliche (für die Abnehmer) Kräuter produziert werden. Erwartet werden direkt in der Praxis umsetzbare, innovative Produktionssysteme, um die Ertragssicherheit, Qualität der Produkte und die Nachhaltigkeit zu gewährleisten.

  • 10 - Vertical farming / urban farming (Nahrungsmittelproduktion ausserhalb der Landwirtschaft)

    Das Potenzial urbaner Produktionssysteme soll geprüft und erschlossen werden. Möglichkeiten und Limitierungen urbaner Produktionssysteme sind auszuloten in Bezug auf Produktivität, Energiebedarf für Beleuchtung und Klimatisierung. Die aktuellen Produktionssysteme sollen evaluiert, optimiert und weiter gefördert werden. Die städtische Bevölkerung soll einbezogen sein und zu einer Transformation zu einem nachhaltigen Ernährungssystem beitragen.

  • 11 - Gemüsebau

    Der Gemüseanbau spielt eine wichtige Rolle für die Selbstversorgung der Schweiz mit Nahrungsmitteln, aber auch für die menschliche Gesundheit, da frische Produkte mit hohem Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen produziert werden. Im Kontext der zukünftigen Ernährungsgewohnheiten wird eine Zunahme der Nachfrage erwartet. Gleichzeitig wird die Produktion im mediterranen Raum infolge Wasserknappheit zunehmend erschwert und verteuert.

  • 12 - Alternative Kulturen im Pflanzenbau und Aufbau neuer Wertschöpfungsketten

    Die Produktion von Lebensmitteln steht vor vielfältigen Herausforderungen: 1) der fortschreitende Klimawandel mit einer Häufung von Extremwetterereignissen, 2) neu auftretende und sich verändernde Krankheits- und Schädlingsprobleme, 3) der Schwund an Biodiversität, 4) erhöhte Produktionskosten (Dünger, Pflanzenschutzmittel, Agrardiesel) sowie 5) die Erwartungen der Agrarpolitik und der Gesellschaft an eine nachhaltige, resiliente und klimaneutrale Produktion.

  • 13 - Ackerkulturen (food/feed/Futterbau)

    Mit 275'000 ha offener Ackerfläche und 125'000 ha Kunstwiesen beträgt die Fruchtfolgefläche 40 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz. Getreide und Mais, Kartoffeln, Zuckerrüben, Eiweiss- und Ölpflanzen sowie Grundfutter aus Kunstwiesen müssen resilient gegen abiotische und biotische Stressfaktoren sein und einen hohen Ertrag aufweisen, um genügend Wertschöpfung zu erzielen. Anbaupraxis, Fruchtfolgen und Betriebsstruktur (mit und ohne Tierhaltung) werden stark beeinflusst vom hohen marktwirtschaftlichen Druck sowie regional stark unterschiedlichen Klima- und Bodenbedingungen. Die traditionelle Kernaufgabe des Ackerbaus ist die Versorgung des Landes mit Nahrungs- und Futtermitteln. Infolge der Agrarpolitik wird der Anbau von Nahrungsmitteln auf Kosten von Futtermittelanbau zunehmen. Dazu kommen neue Anforderungen, wie der Schutz und Wiederaufbau der natürlichen Ressourcen (z.B. Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität), der Schutz der Gewässer und des Grundwassers, die Anpassung an neue oder sich ändernde Schaderreger, Klima- und Marktbedingungen (Wasserknappheit, Reduktion der Futtermittelimporte, mehr Lebensmittel- und weniger Futtermittelproduktion, steigende Nachfrage nach pestizidfreien Produkten). Diese Anforderungen dominieren die öffentliche Diskussion, führen zu neuen rechtlichen Auflagen und verteuern die landwirtschaftliche Produktion. Die grosse Herausforderung des Ackerbaus besteht darin, diesen Anforderungen gerecht zu werden und gleichzeitig die Produktivität und die marktgerechte Qualität der Ackerbauerzeugnisse sowie die Wirtschaftlichkeit unter Einbezug von Direktzahlungen beizubehalten. Es geht um Lösungen für den Ackerbau, die diese Herausforderung annehmen und der Praxis anwendbare kulturspezifische Empfehlungen anbieten. Diese Lösungen müssen zudem mit dem jeweiligen Produktionssystem (integrierte Produktion, Biolandbau, extenso) kompatibel sein. Zentrale Themen der kulturspezifischen Projekte ist die ressourceneffiziente und standortangepasste Pflanzenproduktion durch die effiziente Nutzung von Nährstoffen und Wasser, die Senkung der Nährstoffverluste und Pflanzenschutzmittel (PSM) Risiken, die Erhöhung der Toleranz gegenüber Trockenheit und Starkregen, wirksame alternative Pflanzenschutzstrategien, die Förderung der Biodiversität sowie die Nutzung neuer Technologien ("smart farming"). Ausgehend vom Systemansatz erfolgt die Bearbeitung interdisziplinär und umfasst alle ackerkulturspezifischen Forschungsvorhaben bezüglich Sortenzüchtung, Sortenforschung, Sortenprüfung, Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit, Nährstoffversorgung, sowie des Einsatzes neuer Applikationstechnologien und optimierten Prognosesystemen. Fokussiert wird auf etablierte Ackerkulturen. Dabei geht es sowohl um ackerbau- und kulturspezifische anwendungsorientierte Grundlagen- als auch um die praxisorientierte Extension-Forschung entlang einer zusammenhängenden Forschungskaskade. Miteingeschlossen sind ebenfalls die ackerbaulichen Vollzugsaufgaben und deren Weiterentwicklung.

  • 14 - Multifunktionalität der Graslandnutzung

    Mehr als 1'100'000 ha oder 2/3 der landwirtschaftlich genutzten Fläche der Schweiz sind Dauergrünland (DG), das als Wiese oder Weide genutzt wird. Aufgrund der topografischen, edaphischen und klimatischen Bedingungen in der Schweiz gibt es für die meisten dieser Flächen keine landwirtschaftliche Alternative zur Grünlandnutzung. Die DG-Flächen sind sehr vielfältig: Sie umfassen eine grosse Bandbreite an verschiedenen Pflanzenarten und -gemeinschaften und decken eine grosse Bandbreite an Umweltbedingungen ab, von sehr fruchtbaren und produktiven Standorten im Flachland bis hin zu marginalen Standorten in den Alpen. Ihre Pflanzengemeinschaften können naturnah sein oder durch die Einführung von ausgesäten Arten verändert (agronomisch verbessert) werden. Dies stellt eine Herausforderung für die Forschung und Entwicklung von DG dar, da eine Reihe unterschiedlicher, an den Standort angepasste Lösungen entwickelt werden müssen. DG-Flächen müssen hohe Erträge an hervorragendem Futter liefern, um die Abhängigkeit von der Futtermittelproduktion auf in- und ausländischen Ackerflächen zu verringern. Gleichzeitig müssen die DG-Flächen viele andere wichtige Ökosystemleistungen (ÖSL) für die Gesellschaft erbringen, wie die Erhaltung der biologischen Vielfalt und der Landschaft, die Kohlenstoffspeicherung, die Wasserqualität und kulturelle Leistungen. Es gibt jedoch Zielkonflikte zwischen der Bereitstellung verschiedener ÖSL und kulturellen Leistungen. Folglich ist es eine grosse Herausforderung Lösungen zu entwickeln, die die Multifunktionalität von DG erhöhen und Zielkonflikte lösen. Dies erfordert detaillierte Analysen der von DG-Systemen gelieferten ÖSL in Abhängigkeit von Art und Intensität der Bewirtschaftung (Schnitt- und Beweidungshäufigkeit sowie -zeitpunkt, Besatzdichte und Beweidungssysteme, Tierart und -rasse, Art und Menge der Düngung), der Vielfalt der Grünlandtypen und der Standortbedingungen. Gleichzeitig steht DG aufgrund des Klimawandels und der Notwendigkeit, kosteneffizient zu sein, unter starkem Druck. Daher müssen Praktiken zur Anpassung an den Klimawandel und zur Abschwächung der Auswirkungen des Klimawandels auf DG entwickelt und getestet werden. Neue Technologien und sensorgestützte Systeme können zusätzliche Erkenntnisse liefern, die einer nachhaltigen Bewirtschaftung von Weideflächen zugutekommen, indem sie den Arbeitsaufwand verringern und neue Herausforderungen wie die Zunahme von Raubtieren, vor allem in Bergregionen, bewältigen. Grünfutter ist die wichtigste Protein- und Energiequelle für Wiederkäuer und Pferde und könnte in Zukunft auch für Monogastrier zur Hauptquelle werden, um die Futterkonkurrenz zu verringern. Aus diesem Grund wird die Optimierung der Bewirtschaftung von DG noch wichtiger. Schliesslich ist es auch von entscheidender Bedeutung, dass die Konservierungstechniken für diese Futtermittel die Erhaltung ihrer Qualität ermöglichen und die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere gewährleisten.

  • 15 - Nachhaltige und graslandbasierte Wiederkäuerproduktion für hochwertige Produkte

    Die Tierproduktion ist der wichtigste Sektor der Schweizer Landwirtschaft. Ein bedeutender Teil des landwirtschaftlichen Einkommens wird durch die Tierproduktion erwirtschaftet. Rund 30'000 Betriebe halten 1,5 Millionen Rinder. Derzeit liegt der Selbstversorgungsgrad bei Rindfleisch und Milchprodukten in der Schweiz bei fast 100 %. Über 2/3 der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz ist Grasland, das vor allem für die Fütterung von Wiederkäuern und Pferden genutzt wird. Vor allem Wiederkäuer können durch die Verwertung von Raufutter und die Produktion von Milch und Fleisch hochwertige tierische Proteine für den menschlichen Verzehr liefern.

  • 16 - Nachhaltige Schweine- und Hühnerproduktion

    Schweinefleisch und Geflügel sind beliebte Fleischsorten, doch ihre Produktion steht vor mehreren Herausforderungen. Dazu gehören der Wettbewerb um dieselben Futtermittelressourcen, die Abhängigkeit von Futtermittelimporten, die Verantwortung für Stickstoffemissionen und -verluste sowie Fragen der Tiergesundheit und des Tierschutzes. Während der Pro-Kopf-Verbrauch von Schweinefleisch leicht zurückgegangen ist, ist der weltweite Verbrauch aufgrund des steigenden Verbrauchs in Schwellenländern und des Bevölkerungswachstums, auch in der Schweiz, gestiegen. Andererseits nimmt der Verbrauch von Geflügelfleisch stetig zu. Diese erhöhte Nachfrage geht jedoch nicht mit einem Anstieg der Produktpreise einher. In Verbindung mit den zunehmenden gesetzlichen Auflagen setzt dies die Erzeuger unter erheblichen wirtschaftlichen Druck, da die Produktionskosten kaum gedeckt werden können. Um die Nachhaltigkeit der Schweine- und Geflügelproduktion zu verbessern, ist es von entscheidender Bedeutung, die Abhängigkeit von importierten Futtermitteln zu verringern, die der Hauptfaktor für die Produktionskosten sind. Die Evaluation alternativer, einheimischer Futtermittel ist notwendig. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten verlangen zudem hohe Tierschutz- und Haltungsstandards in der Produktion. Daher müssen die Haltungssysteme für Schweine und Geflügel weiterentwickelt werden, um den Anforderungen an das Verhalten und die Gesundheit der Tiere gerecht zu werden. Die Schweine- und Geflügelhaltung ist mit Emissionen und Nährstoffverlusten verbunden. Besonders deutlich wird dies in Regionen mit hohen Besatzdichten. Dies führt zu Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Reduktionspfaden und Umweltzielen. Trotz der hohen Verdaulichkeit der Standardrationen für Schweine und Geflügel (80 % der aufgenommenen organischen Stoffe werden absorbiert) bleibt die Verringerung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt (Bodenschutz, Wasser) auch in Zukunft eine zentrale Aufgabe für nachhaltige Schweine- und Geflügelproduktionssysteme. Daher ist die Entwicklung und Anwendung von Futtermitteln, die die Nährstoffausscheidung begrenzen, ohne die Tiergesundheit, das Wohlergehen der Tiere und die Produktqualität zu beeinträchtigen, eine künftige Priorität. Die Herausforderung besteht darin, ein Gleichgewicht zwischen der Optimierung des Nährstoffbedarfs der Tiere, der Begrenzung von Ausscheidungen und Verlusten sowie der Aufrechterhaltung eines optimalen Wohlbefindens und der Gesundheit zu finden. Bei der Weiterentwicklung von Schweine- und Geflügelproduktionssystemen liegt der Schwerpunkt auf mehreren Schlüsselbereichen. Dazu gehört die Nachhaltigkeit, welche die Umweltauswirkungen auf Boden, Wasser, Luft und Artenvielfalt umfasst. Auch der Gesundheit von Tier und Mensch wird Aufmerksamkeit geschenkt, indem Fragen wie Morbidität und Mortalität von Tieren sowie das Problem der Antibiotikaresistenz behandelt werden. Darüber hinaus sind der Tierschutz und die Qualität der erzeugten Produkte bei diesen Entwicklungen von grösster Bedeutung.

  • 17 - Nachhaltige und multifunktionelle Haltung, Nutzung und Zucht von Equiden

    Die Pferdehaltung steht in Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion (Pflanzenbau oder Wiederkäuer). Sie weist jedoch ein höheres Potenzial für Ökosystemleistungen als diese kernlandwirtschaftlichen Aktivitäten auf, da die Verwendung von Ökoflächen bestens für Equiden geeignet ist und die geringeren Produktionserlöse aus solchen Flächen aufzufangen vermag. Die Pferdehaltung generiert in der Schweiz etwa 2 Milliarden Umsatz pro Jahr. Davon fällt ein wesentlicher Anteil im Zusammenhang mit Arbeitsleistungen und Futterbau auf Landwirtschaftsbetrieben an. Die Equidenhaltung ermöglicht den Betrieben somit, ihre Aktivitäten zu diversifizieren und durch die Pensionspferdehaltung ein regelmässiges und planbares Einkommen zu generieren. Gesetzgebung, wachsende Sensibilität der Pferdeeigentümer und gesellschaftliche Anliegen führen aber zu Forschungsbedarf, um praxistaugliche Lösungen für eine moderne Equidenhaltung zu generieren. Handlungsbedarf liegt nebst Förderung der Tiergesundheit bei einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit, namentlich durch Senkung des Arbeitsaufwandes, sowie bei einer Verringerung negativer Umweltwirkungen wie Bodenverlust und Ressourcenverbrauch und bei einer Förderung der Biodiversität. Zudem werden vermehrt artgerechte Haltungssysteme und die Gesunderhaltung der Pferde bis ins hohe Alter von Kunden nachgefragt. Zahlreiche Fragestellungen zu Haltungsform, Stalleinrichtung, fütterungsbedingten Erkrankungen, verstärktem Auftreten von Endo- und Ektoparasiten infolge Klimawandel beschäftigen die Branche entsprechend.

  • 18 - Gesunde Bienen für eine effiziente Bestäubung

    Wild- und Honigbienen spielen eine wichtige Rolle für das Funktionieren von Agrarökosystemen und erbringen unverzichtbare Bestäubungsleistungen von hohem wirtschaftlichem Wert für die Schweizer Landwirtschaft. Der Ertrag vieler landwirtschaftlicher Kulturen, insbesondere auch von Kulturen mit steigender Nachfrage, hängt von einer ausreichenden und stabilen Bestäubung ab, die hauptsächlich durch Honig- und Wildbienen erbracht wird. Honig- und Wildbienen sind jedoch durch verschiedene Faktoren wie Lebensraumverlust, ungünstige Anbaumethoden, Pestizide, eingeschleppte Krankheiten und Krankheitserreger sowie dem Klimawandel unter Druck geraten, was sich auf die Erbringung der Bestäubungsleistung auswirkt. Um diesen Faktoren entgegenzuwirken, sollten kosteneffiziente Massnahmen zur Erhaltung und gezielten Förderung von Wildbienenpopulationen und gesunden Honigbienenvölkern entwickelt und erprobt werden.

  • 19 - Agrarökologische Produktionssysteme für den Pflanzenbau

    In der Schweiz dominiert das landwirtschaftliche Produktionssystem gemäss ökologischem Leistungsnachweis ÖLN. Dieses Produktionssystem hat Vorteile betreffend Ertragsfähigkeit, aber Defizite im ökologischen Bereich. Produktionssysteme mit Labeln wie der Biolandbau sind umweltschonender, stossen jedoch an Grenzen hinsichtlich der Kostenstruktur und Ertragsleistung. Im Hinblick auf eine in Richtung Agrarökologie orientierte Landwirtschaft sind die Produktionssysteme im Pflanzenbau weiterzuentwickeln. Dabei werden eine regenerative Nutzung natürlicher Ressourcen gefördert und traditionelles Wissen mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen verbunden, um sowohl die Ziele der Versorgungssicherheit, der Klima- und Ernährungsstrategie 2050 sowie die Umweltziele zu erreichen. Weiter sollen in diesem Zusammenhang die Absenkpfade zum Pflanzenschutz und zu den Nährstoffen ermöglicht werden. Integrative Ansätze zur Entwicklung verbesserter Produktionssysteme werden angestrebt durch Erweiterung der Fruchtfolge, Integration von Untersaaten und Zwischenkulturen, standortangepasste Sorten- und Artenmischungen, Anbaustrategien (grüne Brücke, Transfermulch-Systeme, Strip Farming, Mischanbau oder auch Agroforst-Systemen), Blühstreifen, optimierte Düngungs- und Pflanzenschutzstrategien, sowie eine optimale betriebliche Integration von tierischen und pflanzlichen Produktionssystemen. Die Erhaltung und Verbesserung der Funktionalität und Dienstleistungen der Produktionssysteme steht im Vordergrund sowie deren Resilienz gegenüber abiotischen und biotischen Stressfaktoren.

  • 20 - Landschaftsvernetzung (lokal, regional) - Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Landschaft

    Mehr als ein Drittel der Landesfläche der Schweiz wird landwirtschaftlich genutzt (Landwirtschaftliche Nutzfläche, Sömmerungsgebiet). Die Landbedeckung und Nutzung im Landwirtschaftsgebiet, im Zusammenspiel mit den anderen Landnutzungen, bestimmt die Wasser-, Stoff- und Energieflüsse in der Landschaft sowie die Wahrnehmung der Landschaft durch die Bevölkerung. In besonderem Masse ist auch die Biodiversität von der Zusammensetzung der (Agrar-) Landschaft sowie von der räumlichen Anordnung der einzelnen Landschaftselemente abhängig. Wir wissen zunehmend mehr über diese Zusammenhänge und die Erkenntnisse fliessen auch in (Agrar-) politische Massnahmen ein (ökologische Infrastruktur, Gewässerraum, Vernetzungsprojekte, Strukturverbesserungsmassnahmen, Entscheidungshilfen). Dabei kommt es jeweils zu Interessenabwägungen (Synergien und Tradeoffs) zwischen den landwirtschaftlichen Produktionszielen und dem Ressourcenschutz bzw. deren natürlichen Grenzen. Forschungsbedarf besteht bei der Identifikation von nachhaltigen Lösungen, um die Trade-offs möglichst zu minimieren. Hierzu zählen einerseits innovative Anbausysteme und die Gestaltung von Agrarlandschaften, welche eine produktive Landwirtschaft im Einklang mit dem Schutz der natürlichen Ressourcen (d.h. Biodiversität oberirdisch und unterirdisch) ermöglichen. Andererseits muss die Schnittstelle der Förderung auf Betriebsebene zur effizienten Förderung der regionalen Biodiversität und Landschaftsqualität gut verstanden sein. Aufgrund der Tatsache, dass die Landbewirtschaftung durch verschiedenste Stakeholder erfolgt, kann eine strategische Landschaftsplanung und -gestaltung nur in enger Interaktion mit Menschen erfolgreich durchgeführt werden. Dazu sind "Enabling Prozesse" wie gemeinsames Lernen, Multistakeholder-Diskussionen und Co-Design-Lösungen essentiell.

  • 21 - Absenkpfad Nährstoffe: Nachhaltige Nährstoffnutzung im Schweizer Landwirtschaftssystem

    Die aktuelle Agrarpolitik der Schweiz sieht mit dem «Absenkpfad Nährstoffe» eine Reduktion der Nährstoffverluste in der Landwirtschaft um 15 % Stickstoff und 20 % Phosphor bis zum Jahr 2030 vor. Den Betrieben, der landwirtschaftlichen Beratung und den Interessenverbänden sollen realistische, praxistaugliche und wirtschaftliche Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, um diese Ziele fristgerecht zu erreichen. Hierfür bedarf es einer konsolidierten Zusammenfassung und Kommunikation des bereits bekannten Wissens («current state») und der Ergänzung und Weiterentwicklung der Beratungs- und Bewertungsinstrumente («state of the art»).

  • 22 - Absenkpfad Pflanzenschutzmittel: Grundlagen für eine nachhaltige Reduktion der Risiken von Pflanzenschutzmitteln sowie deren Umsetzung in Praxis und Agrarpolitik

    Pflanzenschutzmittel (PSM) werden in der Landwirtschaft zum Schutz von Kulturpflanzen und deren Erzeugnisse, aber auch im Forst oder für die Pflege öffentlicher und privater Grünanlagen, sowie für den Unterhalt der Bahn- und Strasseninfrastruktur eingesetzt. PSM verbleiben aber nicht ausschliesslich innerhalb der behandelten Fläche, sondern können über verschiedene Eintragspfade in andere Umweltkompartimente gelangen und dort unerwünschte Auswirkungen auf Lebewesen oder die Qualität des Grund- und Trinkwassers haben. Um den potenziellen Umweltauswirkungen des chemischen Pflanzenschutzes entgegenzuwirken, wurde 2017 vom Bundesrat der «Aktionsplan zur Risikoreduktion und nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln» verabschiedet. Aufgrund der Parlamentarischen Initiative 19.475 «Das Risiko beim Einsatz von Pestiziden reduzieren» wurde das «Bundesgesetz über die Verminderung der Risiken durch den Einsatz von Pestiziden» 2021 vom Parlament beschlossen, welches am 1.1.2023 in Kraft getreten ist. Für die Umsetzung des Absenkpfades PSM und der Pa.Iv 19.475 wurden verschiedene Massnahmen zum Verbot des Einsatzes von PSM, bzw. zur Einschränkung oder zum freiwilligen Verzicht auf deren Einsatz bei gleichzeitiger Verschärfung der Anwendungsvorschriften eingeführt. Ziel all dieser Massnahmen ist eine Reduktion der Risiken für Organismen der Oberflächengewässer und naturnahen Lebensräume sowie für das Grundwasser, bei gleichzeitigem Erhalt des Ertrags und der Qualität der Ernteprodukte. Die Umsetzung ist anspruchsvoll und schafft neue Herausforderungen, z.B. den unzureichenden Schutz von Kulturen aufgrund des Verlusts wirksamer PSM oder die verminderte Wirksamkeit infolge Resistenzbildung, was zu quantitativen und qualitativen Ernteverlusten führt.

  • 23 - Erhaltung und Förderung der Biodiversität und deren Nutzen für die Landwirtschaft

    Die Landwirtschaft trägt eine grosse Verantwortung für die gezielte Erhaltung und Förderung der Biodiversität in der Schweiz. Eine Vielzahl von Arten sind auf die extensiv genutzten Lebensräume in der Agrarlandschaft angewiesen. Wir kennen die derzeitig existierenden Defizite und es gibt konkrete Zielvorgaben des Bundes zur Erhaltung der Biodiversität in der Landwirtschaft (u.a. Umweltziele Landwirtschaft UZL). Massnahmen zur Förderung der Biodiversität werden seit über 20 Jahren umgesetzt und weiterentwickelt (z.B. im Rahmen von Biodiversitätsförderflächen und -beiträgen, angepasster Bewirtschaftung, neuen biodiversitätsfreundlicheren Anbausystemen etc.). Bisher wurden die UZL jedoch verfehlt bzw. nur teilweise erreicht.

  • 24 - Klimastrategie: Reduktion THG Emissionen und Co-Benefits der Anpassung / Beitrag Landwirtschaft zu Klimazielen

    Der Anteil der Landwirtschaft am Total der Treibhausgas (THG)-Emissionen der Schweiz liegt zurzeit bei rund 14,3 %. Darunter fallen THG-Emissionen aus der Nutztierhaltung, dem Düngereinsatz und dem Energieverbrauch, wobei Methan und Lachgas den grössten Teil ausmachen. Daneben gibt es CO2-Emissionen v.a. aus organischen Böden. Im Einklang mit dem Übereinkommen von Paris, sieht die Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050 des BLW vor, die THG-Emissionen um mindestens 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Kurzfristig soll der THG-Fussabdruck der Ernährung pro Kopf bis 2030 um mindestens 25 % gegenüber 2020 vermindert werden. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, werden sowohl technische und als auch strukturelle Massnahmen durch die Bundesämter vorgeschlagen. Neben Minderungsmassnahmen für Methan und Lachgas spielen ebenso negative Emissionen (u.a. langfristige natürliche Kohlenstoffsenken) eine wichtige Rolle.

  • 25 - Effiziente Wassernutzung

    In Zukunft erhöht die zunehmende Erwärmung des Klimas die potenzielle Verdunstung. Bei gleichzeitig abnehmenden Sommerniederschlägen wird die Wasserverfügbarkeit für die Kulturen bedeutend reduziert. Die Anpassung an den Klimawandel und die Erhöhung der Klimaresilienz ist zentral, um die Nahrungsmittelproduktion auch zukünftig sichern zu können.

  • 26 - Gesunde Lebensmittel - gesunde Ernährung (SwissDiet)

    Der nachhaltige und gesunde Konsum von Lebensmitteln soll begünstigt werden, indem die Wahl nachhaltiger Produkte vereinfacht wird, gesunde Ernährungsmuster unterstützt werden und die Lebensmittelverschwendung reduziert wird. 'SwissDiet' wird modernste Methoden der Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften anwenden, um die Auswirkungen und Wechselwirkungen der verschiedenen in der Schweiz konsumierten Lebensmittel auf den menschlichen Organismus und die daraus resultierenden Auswirkungen auf die Gesundheit zu erfassen. Es wird geprüft, wie traditionelle mit neuen Nahrungsmitteln kombiniert werden können, wobei der Schwerpunkt auf landwirtschaftlichen Produkten "Made in Switzerland" liegt. Eine genaue Charakterisierung der Nährstoffprofile von Lebensmitteln in Bezug auf die Ernährungsbedürfnisse der Bevölkerung wird eine Optimierung der in der Schweiz produzierten Lebensmittel vorantreiben, um den Bedarf an gesunderer Ernährung zu decken. Mit Hilfe eines translationalen Ansatzes, der In-silico-Modellierung, In-vitro-Studien, Tierversuche, Interventionsstudien am Menschen und Epidemiologie umfasst, können die Eigenschaften der Schweizer Ernährungsmuster vom Mechanismus bis zu den Auswirkungen auf die Bevölkerung bewertet werden. Durch die Kombination von Präzisionsmessungen der Ernährung (z.B. fotografische Erfassung der Nahrungsaufnahme oder Sensoren) mit verschiedenen zellulären Markern, die die Ernährung beeinflussen oder von ihr beeinflusst werden (einschliesslich Genomik, Transkriptomik, Proteomik, Metabolomik, Metagenomik), können die Auswirkungen der Ernährung präziser und spezifischer als mit herkömmlichen Methoden modelliert werden. Die spezifischen Ernährungsbedürfnisse der Bevölkerung und ihrer Untergruppen werden bei diesem Ansatz berücksichtigt. Für die Landwirtschaft ist es zentral, Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten früh zu erkennen, da dadurch die Nachfrage bestimmt und damit auch letztlich die Produktion von Nahrungsmitteln und die zugehörige Wertschöpfung getrieben wird.

  • 27 - Sichere Lebensmittel – Risiken erkennen, verstehen und reduzieren

    Lebensmittelbedingte Erkrankungen beim Menschen treten weltweit auf und können zu hohen volkswirtschaftlichen Schäden führen. Neben dem Vorkommen neuer pathogener Erreger ist dem zunehmenden Auftreten antibiotikaresistenter und persistenter Keime in tierischen und pflanzlichen Lebensmittelketten besonders Rechnung zu tragen. In der Land- und Ernährungswirtschaft stellt sich einerseits die Frage, wie bestehende und neue pathogene sowie antibiotikaresistente Keime frühzeitig detektiert und wie die Sicherheitskonzepte in Produktion, Verarbeitung und Vertrieb angepasst werden können. Andererseits stellt sich die Frage, wie der Eintrag und die Verbreitung von Antibiotikaresistenzen und Persistenz entlang ausgewählter Wertschöpfungsketten erfasst, mit welchen Präventionsmassnahmen diese eingeschränkt und wie pathogene Mikroorganismen sowie deren Toxine (z.B. Mykotoxine) auf landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Lebensmitteln reduziert werden können.

  • 28 - Umwelt-Risikoanalyse von neuen Organismen und landwirtschaftlichen Technologien – Auswirkungen auf die funktionelle Biodiversität

    Die Landwirtschaft steht vor immer neuen Herausforderungen. Diese sind unter anderem zurückzuführen auf das Auftreten von neuen invasiven Arten und Schädlingen, dem Verlust von bewährten Pflanzenschutzmitteln (PSM) oder Veränderungen aufgrund des Klimawandels. Neben existierenden Bekämpfungsstrategien, wie dem Gebrauch von chemischen Pflanzenschutzmitteln, bieten Innovation und Technologie neue Lösungsansätze, um diesen Herausforderungen zu begegnen.

  • 29 - Grundlagen der Züchtung, Sorten-, Saatgut- und Mikroorganismenforschung

    Durch den Wandel in der Land- und Ernährungswirtschaft, mit neuen Anforderungen an die Produktionssysteme durch den Klimawandel, der Verknappung natürlicher Ressourcen und der Reduktion von Hilfsstoffen wie Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger oder Kraftfutter, werden umweltschonende, nachhaltige Lösungen immer dringender. Die Züchtung von effizienten Nutzpflanzen und Nutztieren ist eine der wichtigsten Strategien in der Entwicklung von leistungsfähigen und agrarökologischen Produktionssystemen und für eine ressourceneffiziente, standortangepasste Pflanzen- und Tierproduktion. Grundlegend für eine erfolgreiche Tier- und Pflanzenzucht ist dabei der Erhalt und die Verfügbarkeit von gut charakterisierten genetischen Ressourcen, um neue Merkmale zu entwickeln und auf veränderte Umweltbedingungen und Anforderungen rasch reagieren zu können. Damit eng verbunden sind auch immer Mikroorganismen, welche mit Pflanzen und Tieren interagieren und diese positiv oder negativ beeinflussen können. Durch die grossen Fortschritte in der Genomforschung und der Entwicklung neuer Technologien zur praktischen Nutzung dieses Wissens konnten bereits jetzt der Zuchtfortschritt bei Pflanzen und Tiere erhöht und das Verständnis des Zusammenspiels von Mikroorganismen mit Tier, Pflanze und Mensch stark erweitert werden. Um in Zukunft den dringend benötigten Zuchtfortschritt weiter verbessern zu können, ist es notwendig, präzis erfasste Phänotypen mit umfangreichen genomischen Informationen zu verknüpfen und neue statistische und bioinformatische Ansätze zu entwickeln, welche in vielen Fällen gleichermassen für alle Organismen nutzbar sind und rasch übertragen werden können. Die neuen Methoden sollen gleichzeitig zu einem vertieften Verständnis der Genotyp x Umwelt-Interaktionen beitragen.

  • 30 - Grundlagen Pflanzenschutz und -gesundheit

    Schadorganismen können erhebliche Ertragsreduktionen im Pflanzenbau verursachen, wobei es je nach Kultur bis zu Totalausfällen kommen kann. Die Agrarlandschaft und die Schaderregerkomplexe verändern sich dauernd. Die Kenntnis von Biologie und Epidemiologie der Schaderreger im Zusammenspiel des Agroökosystems ist essentiell, um nachhaltige Lösungen und Pflanzenschutzstrategien auf der Ebene der Parzelle und der landwirtschaftlichen Fruchtfolge zu entwickeln. Der Schutz der Kulturen steht vor grossen Herausforderungen: Infolge von Klimawandel und Handel treten neue (invasive) Schaderreger auf und verursachen Probleme. Vielen Pflanzenschutzmittel- (PSM) Wirkstoffen wurden wegen problematischen Eigenschaften die Zulassung entzogen und sie stehen damit nicht mehr zur Verfügung oder sind, wie bei Kupfer, in der Anwendung stark limitiert (4kg/ha/Jahr). Dies führt ohne Gegenmassnahmen zu Wirkungslücken (z.B. gegen bakterielle Krankheiten), verschärft die Resistenzproblematik und gefährdet den Schutz der Kulturen. Mit dem Nationalen Aktionsplan (NAP) PSM wird die Halbierung der Risiken aufgrund von PSM angestrebt. Die Umsetzung ist anspruchsvoll, u.a. da derzeit für viele Anwendungen keine Alternativen zur Verfügung stehen. Pflanzenschutzstrategien werden entlang den Prinzipen der Pflanzenschutzpyramide entwickelt, wobei vorbeugende Massnahmen zu bevorzugen sind. Die Entwicklung von nachhaltigen Alternativen und von Agrarökosystemen, die möglichst vollständig auf direkten Pflanzenschutz verzichten können, wird mit der 'towards zero pesticide EU alliance' angestrebt. Aus heutiger Sicht ist aber klar, dass die Erreichung dieses Ziels Zeit braucht und effiziente, umweltschonende und wirtschaftlich tragbare Alternativen bereitgestellt werden müssen. Derzeit bestehen erhebliche Lücken und Herausforderungen in den Bereichen (i) Kenntnis der Biologie und Epidemiologie von (neuen) Schaderregern und deren Interaktionen mit Nutzpflanzen und der sich ändernden Umwelt, (ii) Erkennen und systematische Nutzung des Potentials von funktioneller Biodiversität, (iii) der Entwicklung und Einführung von neuen unproblematischen PSM sowie Tools und Techniken im Pflanzenschutz. Dazu gehören auch Massnahmen zur Verbesserung der Applikationstechnik und das Bereitstellen von Prognosesystemen, (iv) Effiziente Methoden zur Qualitätssicherung von Saat- und Pflanzgut, sowie (v) Effizienter Technologie- und Wissenstransfer zu Bund, Kantonen, Produzenten und Dienstleistern im privaten Sektor. Um den kurz- und mittelfristigen Feldprioritäten gerecht zu werden, ist es wichtig, dass sich die Forschungsaktivitäten auf die von der Praxis und den Branchen am höchsten gewichteten Schadorganismen, die vorrangigen Kulturen und die vielversprechendsten Ansätze konzentrieren und dabei auch die potenziellen Beiträge anderer Forschungsorganisationen im In- und Ausland berücksichtigen.

  • 31 - Gesetzliche Aufgaben Pflanzengesundheit und Pflanzenschutzmittel: Expertise, Diagnostik und Grundlagen für den Vollzug

    Pflanzenschutzmittel (PSM) sind Produkte, die zum Schutz der Pflanzen gegen Schadorganismen oder zur Bekämpfung von Unkräutern eingesetzt werden. Vor ihrer Zulassung werden Pflanzenschutzmittel auf ihre Wirkung und Nebenwirkungen geprüft; zugelassene PSM werden zudem regelmässig überprüft. Agroscope unterstützt das BLV, BLW und BAFU bei der Beurteilung von PSM, führt die Marktkontrolle von PSM durch und unterstützt die Registrierung und Zulassung von Biozidprodukten. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden sie auf ihre Wirkung und Nebenwirkungen geprüft. Sie können bewilligt werden, wenn ihre Anwendung keine unannehmbaren Nebenwirkungen auf Mensch, Tier und Umwelt hat. Pflanzengesundheit und die Verwendung von PSM stehen unter besonderer Beobachtung von Öffentlichkeit und Politik. In der Anwendung müssen hohe Anforderungen an die Sicherheit und den Schutz der Kulturen erfüllt werden. Die zunehmenden Herausforderungen im Pflanzenschutz (neue Schaderreger, Wegfall von PSM) erfordert, dass problematische Eigenschaften rasch erkannt werden und innovative sichere Alternativen schnell in die Praxis eingeführt werden können. Die Methoden zur Risikobewertung sowie Untersuchungsmethoden werden laufend weiterentwickelt und dem neuesten Kenntnisstand angepasst.

  • 32 - Optimierung der Bodenfunktionen für eine nachhaltige Pflanzenproduktion

    Der Boden ist für die landwirtschaftliche Produktion von grundlegender Bedeutung und erfüllt eine Vielzahl von Funktionen. Dabei dient der Boden, neben der Düngung, als essenzielle Nährstoffquelle für Nutzpflanzen eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Ebenso speichern und regulieren Böden den Wasserhaushalt landwirtschaftlicher Ökosysteme und regulieren den Gasaustausch mit der Atmosphäre. Der Boden ist ein wichtiger Kohlenstoffspeicher - eine Ökosystemleistung, die über die Produktion hinaus für die Gesellschaft von Bedeutung ist (Klimawandelminderung). Darüber hinaus ist der Boden der artenreichste Lebensraum; zwei Drittel aller bekannter Arten leben im Boden.

  • 33 - Biodiversität und Ökosystemfunktionen in der Agrarlandschaft

    Ein Grossteil der Biodiversität in der Schweiz kommt in der Agrarlandschaft vor und ist darauf angewiesen, dort die entsprechenden Lebensgrundlagen vorzufinden. Gleichzeitig ist die Landwirtschaft ist in mannigfacher Weise auf "Leistungen" der Biodiversität angewiesen, welche die landwirtschaftliche Produktion unterstützen. Im Vordergrund stehen dabei die Bestäubung der landwirtschaftlichen Kulturen durch Insekten, die Regulation von Schadinsekten durch natürliche Feinde und die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit durch Wirbellose und Mikroorganismen. Diese Bedeutung wird zwar breit anerkannt, der Zusammenhang zwischen Biodiversität und der daraus resultierenden Leistung für die Landwirtschaft ist jedoch im Einzelnen noch immer schlecht verstanden. Diese Funktionen und die Biodiversität stehen jedoch unter Druck durch multiple Stressoren wie Lebensraumverlust durch ungünstige Anbau- und Bewirtschaftungsmethoden oder Urbanisierung, Pflanzenschutzmittel, eingeschleppte Krankheiten und invasive Arten, Verschmutzung (z.B. Lichtverschmutzung) oder Klimawandel. Ein besseres Verständnis dieser Treiber und deren Zusammenspiel ist eine Voraussetzung dafür, dass effektive und effiziente Massnahmen zur Erhaltung und Förderung der Biodiversität ihrer Funktionen und Ökosystemleistungen erarbeitet werden können.

  • 34 - Potential der Digitalisierung für Land- und Ernährungswirtschaft nutzen

    Die Digitalisierung durchdringt Forschung und landwirtschaftliche Praxis immer stärker und ist in vielen Bereichen längst zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Digitale Technologien können wesentliche Beiträge zur Entwicklung nachhaltigerer und effizienterer Systeme der Land- und Ernährungssysteme liefern. Die wichtigsten Felder umfassen derzeit Datengewinnung, Analyse und Modellierung, die durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz weiter an Gewicht gewinnen. Die schnelle Entwicklung neuer Sensoren für die Messung unterschiedlicher Zustände von Pflanze, Tier und Umwelt bilden das Fundament, um die Produktionssysteme besser zu verstehen. Schritt für Schritt lassen sich auch genomische Daten oder Phänotypisierungen in der angewandten Forschung und in der Praxis nutzen. Neben der Erhebung spezifischer Einzeldaten geht der aktuelle Trend stark in Richtung zentraler Plattformen, die unterschiedlichste Daten vereinen und daraus neue Mehrwerte und Services generieren. Plattformen der Praxis wie DigiFLUX, barto etc. werden für die Forschung und Verwaltung zu wichtigen Datenquellen. Mit dem Modul "MAUS" konnte beispielsweise ein erster Prototyp eines neuen Agrarumweltmonitorings initiiert werden. Für die Umsetzung des Absenkpfades werden diese Plattformen eine wichtige Rolle spielen. Diese Entwicklungen gilt es gut konzertiert weiterzutreiben. Neue Datenquellen, breit angelegte, gut funktionierende Datenbanknetzwerke und effiziente Arbeitsteilung sind der Schlüssel, damit Agroscope dieses grosse Potential erschliessen kann. Der verantwortungsvolle Umgang mit Daten und Technologien ist sicherzustellen, wenn das Potential sinnvoll genutzt und Schaden von Anwendern abgewendet werden soll. Problematische Entwicklungen können zudem die Akzeptanz für digitale Tools gefährden und damit die breite Nutzung behindern.

  • 35 - Nachhaltigkeitsanalyse - Entwicklung von Indikatoren

    Der Landwirtschafts- und Ernährungssektor erfüllt verschiedenste Funktionen wie die Bereitstellung von Lebensmitteln, die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Pflege der Kulturlandschaft und die Sicherung von Ökosystemdienstleistungen (z.B. Bestäubung). Die landwirtschaftlichen Aktivitäten beeinflussen zudem die Umwelt an zentralen Stellen wie Bodenfruchtbarkeit, Gewässer- und Luftqualität, Biodiversität oder Treibhausgasemissionen.

  • 36 - Räumliche Datenwissenschaft und KI für die Analyse von Agrarökosystemen unter dem Einfluss von Klima- und Landnutzungsänderungen

    Landwirtschaftliche Praxis findet zwar kleinräumig auf Betriebs- und Parzellenebene statt, sie ist jedoch in die Landschaft eingebettet und steht in permanenter Wechselwirkung mit der erweiterten landwirtschaftlich genutzten Fläche und der weiteren Umgebung (Wald, Naturschutzgebiete, Siedlungsraum). Die kleinräumigen Auswirkungen von landwirtschaftlichen Praktiken auf Parzellen können durch Forschung im experimentellen Rahmen relativ gut untersucht und abgebildet werden. Während die Forschung in einem experimentellen Rahmen viele Einblicke in agrarökologische Prozesse geliefert hat, fehlen uns noch wesentliche Informationen zum Verständnis von Prozessen und Auswirkungen auf regionaler Skala, insbesondere wenn agronomische Praktiken (Produktion, Biodiversitätsfördermassnahmen) betriebsübergreifend und breit angewendet werden. Die Beobachtung und das Verständnis von Skalierungseffekten in der komplexen Umgebung der 'realen Welt' ist jedoch dringend notwendig, um unerwünschte Nebeneffekte frühzeitig zu erkennen und den Nutzen von Fördermassnahmen zu lenken und zu dokumentieren. Empirische Untersuchungen, insbesondere Langzeitbeobachtungen und Erfolgskontrollen vor Ort, sind sehr aufwändig und gleichzeitig ist der administrative Aufwand für den Nachweis von DZ-unterstützten Massnahmen erheblich. Es ist deshalb wichtig, die Auswirkungen von agronomischer Praxis auf Produktion und Umwelt auf Landschaftsebene effizient und kostengünstig zu erfassen und damit Aufwände für Administration und Monitoring vor Ort zu reduzieren.

  • 37 - Einkommensmonitoring und -analyse

    Die Verwaltung, Beratung und Praxis ist auf qualitativ hochwertige Daten der Betriebs- und Arbeitswirtschaft als Grundlage für betriebliche und politische Entscheide angewiesen. Gleichzeitig benötigt die Forschung diese Datensätze für ihre Analysen und Tools, die wiederum der Schaffung wissenschaftlicher Evidenz für politische Entscheidungsträger sowie der Beratung und Praxis dienen. Zu diesen Datensätzen bzw. -Grundlagen gehören (i) die mikro-ökonomischen Daten der Zentralen Auswertung von Buchhaltungsdaten (ZA-BH), (ii) die arbeitswirtschaftliche Datensammlung sowie (iii) das Kostenkatalog, auf die nachstehend detailliert eingegangen wird.

  • 38 - Gesamtheitliche Nachhaltigkeitsanalyse und agrarökologische Konzepte - Integration und Anwendung von Konzepten, Tools und Trade-off Analyse

    Eine Reihe von Umweltzielen der Landwirtschaft konnten trotz verschiedenster Massnahmen bisher noch nicht erreicht werden, die mittleren Einkommen der Schweizer Familienbetriebe liegen unter denen der Vergleichsgruppe, und über die soziale Nachhaltigkeit in der Schweizer Landwirtschaft ist wenig bekannt. Die Gesellschaft verlangt vertrauenswürdige Informationen über die Nachhaltigkeit von Lebensmitteln und die Privatwirtschaft übt Druck entlang der Wertschöpfungsketten aus, um im steigenden Wettbewerb um Nachhaltigkeit konkurrenzfähig zu bleiben. Zahlreiche technische Innovationen werden vorgeschlagen, deren Vorteile in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit bewertet werden müssen. Um die Landwirtschaft nachhaltiger zu gestalten und die Ernährungssicherheit sicherzustellen, müssen Nahrungsmittel mit möglichst geringen Umweltwirkungen produziert, ein ausreichendes Einkommen generiert und verschiedene Kriterien der sozialen Nachhaltigkeit erfüllt werden, zum Beispiel in Bezug auf die Arbeitsbelastung. Ob ein Produkt, eine Technologie, ein Betrieb oder der Sektor nachhaltig ist, hängt von den Entscheidungen der Betriebsleitenden ab, die wiederum von produktionstechnischen und naturräumlichen Bedingungen, den Marktentwicklungen, politischen Rahmenbedingungen und sozialen Netzwerken beeinflusst werden. Dabei kommt es zu Zielkonflikten zwischen verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit oder Umweltwirkungen, wobei auch Synergien möglich sind. Eine gesamtheitliche Nachhaltigkeitsbewertung auf Betriebs-, Produkt-, und Sektorebene ist Grundlage für die Weiterentwicklung der Schweizer Landwirtschaft. Die Anwendung von Indikatoren der verschiedenen Dimensionen der Nachhaltigkeit erlaubt es, bestehende und neue, innovative Produktionssysteme zu bewerten und zu gestalten. Je nach Fragestellungen werden verschiedene bestehende Konzepte und die dafür entwickelten Tools (z.B. Tool for Agroecology Performance Evaluation, TAPE) angewendet, zum Beispiel im Rahmen von Nachhaltigkeitsbewertungen, agrarökologischen Analysen oder Entwicklungen von neuen Technologien und Produktionssystemen mittels Responsible Research and Innovation oder auch in FMIS. Dafür werden die von Agroscope entwickelten Modelle SALCA, LabourScope und soziale Indikatoren der Nachhaltigkeit sowie Indikatorensets zur agrarökologischen Bewertung genutzt und ausgewertet und in aktuellen Fragestellungen der Land- und Ernährungswirtschaft eingesetzt.

  • 39 - Monitoring Agrarumweltsystem - Umweltwirkungen evaluieren

    Für die Entwicklung der Agrarpolitik ist es wichtig zu wissen, wie sich die Landwirtschaft auf die Umwelt auswirkt. Aus diesem Grund führen das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) und Agroscope, gestützt auf die «Verordnung über die Beurteilung der Nachhaltigkeit der Landwirtschaft» (SR 919.118), ein Agrarumweltmonitoring durch. Der Fokus dieses Agrarumweltmonitorings liegt auf den landwirtschaftlichen Praktiken und Prozessen (z.B. Anwendungen von Pflanzenschutzmitteln), während andere Monitoringprogramme für die Messung der tatsächlichen Umweltbelastung (z.B. Messung von Metaboliten im Grundwasser) zuständig sind. Das Agrarumweltmonitoring umfasst die Themenbereiche Nährstoffe, Boden, Energie, Klima, Wasser und Biodiversität. Die Resultate des Agrarumweltmonitorings erlauben es, politische Ziele wie die Absenkpfade für Nährstoffe und Pflanzenschutzmittel zu überprüfen. Es werden sowohl nationale Indikatoren berechnet, die vorwiegend auf nationalen Statistiken beruhen, als auch regionale Indikatoren, die vorwiegend auf betriebsspezifischen Daten basieren. Insbesondere für letzteres ist das sogenannte Monitoring des Agrarumweltsystems Schweiz (MAUS) verantwortlich. In MAUS werden viele existierende Datenquellen gesammelt und miteinander verknüpft, beispielsweise die AGIS- und HODUFLU-Daten des BLW, die georeferenzierten Nutzungsdaten der Kantone und Ertragsdaten verschiedener Verbände. Daten, die nicht bereits anderswo existieren und zugänglich sind, werden mit drei verschiedenen Methoden erhoben: 1) Daten aus Farm-Management-Informationssystemen können auf freiwilliger Basis mit speziell dafür programmierten Modulen an Agroscope geschickt werden; 2) mittels Algorithmen werden wichtige Informationen aus Satellitendaten gewonnen (z.B. Bodenbedeckung); 3) relevante gesamtbetriebliche Daten werden mittels einer Online-Umfrage erhoben. Die Resultate von MAUS können in beschränktem Mass auch dafür verwendet werden, Szenarien des Agrarsystems (z.B. veränderter Tierbestand) bezüglich ihrer Umweltwirkung zu beurteilen.

  • 40 - Monitoring Boden

    Boden ist eine endliche Ressource und sowohl natürlichen als auch anthropogenen Einflussfaktoren ausgesetzt. Insbesondere die landwirtschaftliche Nutzung spielt eine entscheidende Rolle bei langfristigen Veränderungen im Bodenzustand. Zu den bedeutendsten Risiken zählen der Verlust von organischer Bodensubstanz, Schadverdichtungen, anthropogene Stoffbelastungen und der Rückgang der biologischen Vielfalt. Diese Veränderungen können die Bodenfunktionen beeinträchtigen und somit die Nutzbarkeit der Böden einschränken. Böden sind zudem träge Systeme, deren Veränderungen nur über lange Zeiträume (Minimum 5 eher 10 Jahre) erfasst werden können. Um Gefahren und Trends frühzeitig zu erkennen, ist deshalb eine Langzeitbodenbeobachtung an repräsentativen Standorten mit den für die Schweiz charakteristischen pedoklimatischen Bedingungen erforderlich. Für ein vertieftes Verständnis der Reaktion des Bodensystems und dessen Implikation für die Bodenfunktionen ist sowohl die umfassende Erhebung von physikalischen, chemischen und biologischen Bodeneigenschaften, als auch von begleitenden Umwelt- und Bewirtschaftungsinformationen zentral. Eine ganzheitliche Betrachtung des Systems Boden ermöglicht es, Veränderungen in den Bodeneigenschaften zu quantifizieren und deren Einflussfaktoren zu identifizieren.

  • 41 - Monitoring Biodiversität

    Um informierte Entscheidungen über Schutz und Förderung der Biodiversität im landwirtschaftlichen Raum fällen zu können, müssen ihr Zustand und ihre Entwicklung sowie die Auswirkungen von Bewirtschaftungsmassnahmen bekannt sein. Agroscope führt im Auftrag von BLW und BAFU das Monitoring der Biodiversität in der Agrarlandschaft durch (ALL-EMA), entwickelt es methodisch weiter und bearbeitet Anfragen aus Politik, Verwaltung und Wissenschaft im Kontext des Biodiversitätsmonitorings.

  • 42 - Versuchsstationen – Forschung mit der Praxis mit regionalen Schwerpunkten

    Die Landwirtschaft ist in den verschiedenen Regionen der Schweiz mit sehr spezifischen Herausforderungen infolge von veränderten regulatorischen (Absenkpfade), natürlichen (Klimawandel), produktionsspezifischen oder durch den Markt diktierten Rahmenbedingungen konfrontiert.

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