Den Mechanismen zwischen Kohlenstoffbindung, Treibhausgasemissionen und Nährstoffverlusten auf der Spur

20220318_162622

Die Bindung von Kohlenstoff in Böden geht oft mit Kompromissen einher. Aber welche Mechanismen und Synergien gibt es zwischen Kohlenstoffbindung, Treibhausgasemissionen und Nährstoffverlusten? TRACE-Soils arbeitet an einem besseren Verständnis dieser Mechanismen.

Unterschiedliche Bodenbewirtschaftung, unterschiedliche Zielkonflikte

Das Ausmass der Zielkonflikte zwischen Kohlenstoffbindung, Treibhausgasemissionen und Nährstoffverlusten sowie der Synergien mit der Bodenqualität und der biologischen Vielfalt variiert je nach Bewirtschaftungsoptionen und pedoklimatischen Bedingungen. Dies schränkt die Vorhersagbarkeit von Zielkonflikten und die Entwicklung robuster Indikatoren ein, was letztlich den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in praxistaugliche Minderungsmassnahmen erschwert. Ausserdem gibt es grosse Wissenslücken darüber, wie sich Naturschutzmassnahmen auf die Mikrobiota des Bodens und in der Folge auf Treibhausgasemissionen und Nährstoffverluste auswirken.

Die Ziele

Das Projekt zielt darauf ab, die Literatur zu sichten und veröffentlichte Daten zu analysieren, die das Ausmass von Zielkonflikten zwischen C-Sequestrierung, THG-Emissionen (CO2, N2O) und Nährstoffverlusten (N, P) sowie Synergien mit der Bodenqualität und der biologischen Vielfalt quantifizieren. Das Projektteam führt auch gezielte Messungen in langfristigen landwirtschaftlichen Experimenten (LTAEs) über einen breiten pedoklimatischen Gradienten in Europa und Modellierungen durch. Das Ziel: die Auswirkungen von Bewirtschaftungsszenarien auf die C-Sequestrierung, THG-Emissionen, Nitratauswaschung und Nährstoffbilanzen auf der Ebene der EU-Provinzen zu simulieren. Als Ergebnis wollen wir klimazonenspezifische Indikatoren und Massnahmen vorschlagen, um Kompromisse auf der Grundlage früherer Überprüfungen, Messungen und Modellierungen zu bewerten und abzumildern.

Kontakt