Rispenhirse (Panicum miliaceum L.)

Die Rispenhirse (Panicum miliaceum L.) wurde in der Schweiz schon zu Zeiten der Pfahlbauer angebaut und diente auch im Mittelalter als wertvolles Nahrungsmittel. In neuerer Zeit wurde diese Kultur durch den Anbau von Weizen und anderen ertragsstarken Getreidearten verdrängt. Heutige Hirsesorten weisen jedoch eine hohe Ertragsfähigkeit und hohe Energie- und Proteingehalte auf. Die geringen Ansprüche an die Nährstoffversorgung sowie das Fehlen bedeutender Krankheiten und Schädlinge machen die Rispenhirse daher heutzutage für den biologischen Anbau interessant. Zusätzlich besteht eine rege Nachfrage für biologisch produzierte Speisehirse.
Die Bio-Anbaufläche in der Schweiz betrug in den vergangenen Jahren jeweils ca. 25-30 ha.

Kleinparzellen- und Streifenversuche

In Anbau- und Exaktversuchen wurden die zur Verfügung stehenden Sorten auf ihre Eignung für den biologischen Anbau und dabei auftretende Anbauprobleme hin analysiert. Speziell untersucht wird die Wirkung der mechanischen Unkrautregulation mittels Striegeln und Hacken sowie die Reaktion auf unterschiedliche Stickstoffmengen.