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Universität Zürich beantragt die Weiterführung der Feldversuche mit mehltauresistentem Weizen

13.11.2018: Forschende der Universität Zürich (UZH) führen auf der Protected Site am Standort Reckenholz seit 2014 Feldversuche mit gentechnisch verändertem (GV) Weizen durch, welcher durch das Pm3 Resistenzgen aus Weizen eine verbesserte Mehltauresistenz hat (Projektbeschrieb Pm3-Sommerweizen). Ende Jahr läuft die Freisetzungsbewilligung aus, welche Voraussetzung für Feldversuche mit GV Pflanzen ist. Um die Versuche fünf weitere Jahre durchführen zu können, hat die UZH Ende Oktober 2018 ein neues Freisetzungsgesuch beim Bundesamt für Umwelt (BAFU) eingereicht (Informationsseite BAFU). Die UZH schlägt vor, die gleichen Sicherheitsmassnahmen durchzuführen, welche das BAFU ihnen im bisherigen Feldversuch zur Auflage gemacht hat.


In den neuen Versuchen sollen Kreuzungsnachkommen der bis anhin studierten Weizenlinien untersucht werden, welche drei oder vier Pm3-Varianten (Allele) miteinander kombiniert tragen sowie auch Linien mit je einer von drei unterschiedlichen Pm3-Genvarianten, welche bisher noch nicht im Feld untersucht worden waren. In den Feldversuchen sollen auch Weizenpflanzen charakterisiert werden, welche die beiden Pm3-Varianten aus Roggen, Pm8 und Pm17, tragen. Diese beiden Gene, die im letzten Jahrhundert bereits durch klassische Züchtung in Weizen eingebracht worden waren, sollen einzeln oder in Kombination, auch mit Pm3-Varianten aus Weizen, untersucht werden. Das Ziel des neu beantragten Feldversuches ist das verbesserte Verständnis des Pflanzen-Immunsystems. Damit gehört der geplante Versuch zu der Grundlagenforschung, die an der UZH stattfindet.


22.01.2018: Die ersten Ergebnisse des seit 2014 laufenden Feldversuchs mit GV Weizen mit verbesserter Mehltauresistenz wurden in einem internationalen Fachjournal publiziert. Für mehr Informationen siehe Medienmitteilung der Universität Zürich.