Die Wachsmotte ist ein Nachtfalter, deren Larven Schäden in den Bienenstöcken und Wabenvorräten verursachen. Um die Wabenvorräte zu schützen, müssen betroffene Imkerinnen und Imker diesen Schädling bekämpfen. Einige Methoden, die in der Vergangenheit zu seiner Bekämpfung eingesetzt wurden, sind jedoch nicht mehr erlaubt.


Die Wachsmottenlarven ernähren sich während ihrer Entwicklung von den Waben und ihrem Inhalt. Sie bohren Gänge durch das Wachs und zerstören dadurch die Waben.
Die Wachsmotte spielt in der Natur eine wichtige biologische Rolle, indem sie die Waben von toten und potenziell krankheitserregenden Bienenvölkern zerstört.
Während vielen Jahren wurde zur Bekämpfung der Wachsmotte Paradichlorbenzol eingesetzt. Bei Untersuchungen wurden jedoch in einer beträchtlichen Zahl von Honigproben Rückstände dieses Insektizids nachgewiesen und auch im rezyklierten Wachs wurden bedeutende Rückstände gefunden. Aus diesem Grund ist die Anwendung dieses Produkts untersagt und hat keinen Platz mehr in einer guten imkerlichen Praxis. Die Imkerinnen und Imker sind aufgefordert, vollständig auf den Einsatz von Paradichlorobenzol zu verzichten. Die Zulassung von Mellonex®, ein Produkt auf der Basis von Bacillus thuringiensis-Toxin ist abgelaufen und dieses Produkt ist auf dem Markt nicht mehr erhältlich. Schwefel, Ameisen- und Essigsäure für die Bekämpfung der Wachsmotte sind nicht erlaubt da sie keine Zulassung als Biozid besitzen.