Geregelte Schadorganismen

Quarantäneorganismen

Mit dem Inkrafttreten der neuen Pflanzengesundheitsverordnung (PGesV) werden besonders gefährliche Schadorganismen (bgSO) ab dem 1. Januar 2020 nach objektiven Kriterien in drei verschiedene Hauptkategorien eingeteilt: 

Quarantäneorganismen 

Bei Quarantäneorganismen handelt es sich um bgSO mit potentieller wirtschaftlicher Bedeutung, welche in der Schweiz nicht oder nur lokal auftreten. Für sie gilt in der Schweiz eine allgemeine Melde- und Bekämpfungspflicht. Beispielsweise das Feuerbakterium (Xylella fastidiosa) und der Japankäfer (Popillia japonica) sind dieser Kategorie zugeordnet.  

Geregelte Nicht-Quarantäneorganismen

Bei geregelten Nicht-Quarantäneorganismen handelt es sich um bgSO, welche in der Schweiz weitverbreitet sind und hauptsächlich über spezifische, zum Anpflanzen bestimmte Wirtspflanzen verbreitet werden. Durch ihre Weitverbreitung erfüllen sie die Kriterien für einen Quarantäneorganismus nicht (mehr). Da ihr Auftreten im Pflanzgut allerdings ein hohes Schadpotenzial aufweist, werden phytosanitäre Massnahmen bezüglich der Inverkehrbringung von gesundem Vermehrungsmaterial ergriffen. Beispielsweise das Sharka Virus (Plum Pox Virus), das Feuerbrandbakterium (Erwinia amylovora) oder der Erreger der Apfeltriebsucht (Candidatus Phytoplasma mali) gelten als geregelte Nicht-Quarantäneorganismen.