Goldgelbe Vergilbung

Phytoplasma

FD-grappe

Die Goldgelbe Vergilbung (GGV) ist eine Krankheit der Rebe, die durch Phytoplasmen (Bakterien ohne Zellwände) verursacht wird. Diese Krankheit führt zum Tod der betroffenen Stöcke und es steht keine kurative Behandlung zur Verfügung. Die Krankheit ist im Kanton TI und dem Südbünden seit 2004 endemisch vorhanden. Seit Oktober 2015 wird die Krankheit jährlich im Weinbaugebiet am Genfersee im Kanton VD nachgewiesen und bekämpft.

Wegen der epidemischen Ausbreitung und den gravierenden Schäden im Rebbau wurde die Goldgelbe Vergilbung von den für Pflanzenschutzgesundheit zuständigen Bundesbehörden als Quarantänekrankheit klassifiziert. Die Quarantäneorganismen sind in der Verordnung des WBF und des UVEK zur Pflanzengesundheitsverordnung (PGesV-WBF-UVEK, Sr 916.201) geregelt. Die Massnahmen betreffen alle Weinbaugebiete der Schweiz.

Die Meldung verdächtiger Rebstöcke an die kantonalen Pflanzenschutzdienste und die Bekämpfung des Vektors gemäss den kantonalen Bestimmungen in den definierten Bekämpfungszonen sind obligatorisch.

Der Hauptwirt der GGV ist die Rebe
(z.B. Vitis vinifera, V. riparia, V. labrusca, V. rupestris); deutlich seltener können gewisse Gehölzarten  ebenfalls GGV-Stämme beherbergen, die nahe verwandt mit den Phytoplasmen-Stämmen der Weinrebe sind. Die Sortenempfindlichkeit der Weinrebe gegenüber der GGV und anderen Vergilbungskrankheiten ist recht unterschiedlich. Zu den empfindlichen Sorten gehören Chardonnay, Sauvignon blanc, Pinot blanc, Isabella, Cabernet sauvignon, Gamaret, Pinot noir, Muscat, Doral, Gamay, Cabernet franc, Garanoir. Toleranter sind Merlot und Syrah.

Meldung bei Befallsverdacht

Ansprechpersonen Goldgelbe Vergilbung

Ansprechperson Vektor Scaphoideus titanus

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Erklärung der Quarantänephytoplasmose auf Französisch

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