Obstbäume werden zukünftig vermehrt unter Trockenstress leiden. Eine effiziente Bewässerungssteuerung ist notwendig, um eine bestmögliche Fruchtqualität zu erzielen und gleichzeitig die knappen Wasserressourcen zu schonen.
Mit dem Klimawandel wird auch die Schweiz zukünftig häufiger mit längeren Trockenperioden konfrontiert werden. Folglich wird auch auf der Alpennordseite immer häufiger über die Installation einer Bewässerung im Apfelanbau nachgedacht – bisher war dies aufgrund der hohen Niederschlagsmengen in der Regel nicht notwendig.
In vielen Obstanlagen wird heute in einem festen Intervall, unabhängig von Niederschlägen und Wasserreserven im Boden, bewässert. Bodensensoren zur Messung des Bodenwasserhaushalts sowie Modelle können helfen, die Bewässerung zukünftig effizienter zu gestalten. Um die knappen Wasserressourcen während einer Trockenperiode zu schonen und um die Fruchtqualität optimal zu fördern, ist eine objektive, tagesaktuelle Einschätzung der Wasserversorgung von Obstanlagen erforderlich.
Im Rahmen eines Interregprojekts entwickelt Agroscope gemeinsam mit dem FiBL (CH), dem Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee (D), der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (D) und der Hochschule Geisenheim (D) objektive Entscheidungshilfen, um Obstanlangen effizient und gezielt bewässern zu können. Neben dem Einsatz von Tensiometern (Weenat) wird das ALB-Modell für Apfel weiterentwickelt und in den Feldversuchen getestet. Das ALB-Modell soll ortsabhängige Grundlagen liefern, ob eine Installation einer Bewässerung sinnvoll ist und falls ja, wie häufig bewässert werden soll.



