HERAKLES Plus: Nachhaltiges Feuerbrand- und Marssonina-Management im Mostobstanbau

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Durch die enge Zusammenarbeit mit den Projektpartnern erhält die Praxis Empfehlungen zu Sortenwahl und Pflanzenschutzstrategien im Mostobstanbau.

Das Projekt HERAKLES Plus (Nachfolgerprojekt von SOFEM 2008-2011 und HERAKLES 2012-2015) unterstützt die Sicherstellung von qualitativ hochwertigem Schweizer Mostobst für die Zukunft. Eine hohe Qualität von Mostobst ermöglicht langfristig den Erhalt des landschaftsprägenden und ökologisch wichtigen Hochstammanbaus.

Im Projekt werden verschiedene ausgewählte neue und alte Apfelsorten aus in- und ausländischer Züchtung, auf ihre agronomischen Eigenschaften und ihr Verarbeitungspotenzial getestet.

Die Sorten sollten robust und pflegeleicht sein, eine schöne Krone zeigen, regelmässig hohe Erträge aufweisen und sich gut für die Verarbeitung eignen. Die Saftqualität und Rentabilität stehen ebenfalls im Fokus. Die Beschreibung dieser Sorten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Projektpartnern, welche aus der Mostobstproduktion und ‑verarbeitung stammen.

Nebst der Auswahl an hochwertigen Mostobstsorten für die Schweizer Produktion, macht das Projekt einen Beitrag zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (PSM). Ausserdem wird die Förderung von Alternativen zum chemischen Pflanzenschutz, wie die Krankheitsrobustheiten, oder Pflege-  und Vorbeugende Massnahmen geprüft. Der Fokus liegt auf der bakteriellen Krankheit Feuerbrand, deren Erreger seit 2020 nicht mehr als Quarantäneorganismus gilt, sowie auf dem Pilz Marssonina coronaria, welcher vorzeitigen Blattfall verursacht.

Das Projekt HERAKLES Plus verknüpft interdisziplinäre Versuchsansätze aus der Sortenprüfung, der Verarbeitung und Degustation, aber auch angepasste PSM-Strategien, um eine qualitativ hochwertige Schweizer Mostobstproduktion zu garantieren und diese für die nächste Generation zu sichern.

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