Futtermittelkontrolle

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Amtliche Futtermittelkontrollen in Zeiten
des Coronavirus

Aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirs (Covid-19) und der damit verbundenen Massnahmen von Bundesrat und Kantonen hat die Amtliche Futtermittelkontrolle entschieden, die empfohlenen Präventivmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit BAG folgendermassen umzusetzen: Die Inspektionstätigkeit wird aufrechterhalten, jedoch in reduzierter Form. Zum Schutz der Ansprechpersonen in den Futtermittelbetrieben sowie der Inspektoren werden die Anzahl Kontakte und die Kontaktzeit auf ein Minimum reduziert. Ausserdem müssen zwingend die empfohlenen Hygienemassnahmen des BAG wie Händewaschen, Sozialabstände etc. eingehalten werden. 

Bis zur Lockerung der Massnahmen des Bundesrates werden die Betriebskontrollen per Telefon angekündigt. Mit der verantwortlichen Ansprechperson wird ein Termin für eine Inspektion mit Probenahme vereinbart. Die Betriebskontrollen werden mit Fokus Probenahme durchgeführt und das Vorgehen zwischen dem Inspektor und der Ansprechperson vorgängig telefonisch abgesprochen. Die beprobten Futtermittel werden wie gewohnt in Bezug auf Qualität, Sicherheit und Deklaration überprüft. Die Einhaltung der Futtermittel- und die Futtermittelbuchverordnungen bleibt damit sichergestellt.

Nach der Kontrolle erhält die Ansprechperson wie gewohnt ein Probenahme- und gegebenenfalls ein Inspektionsprotokoll mit einem Vermerk, welcher auf die Corona-bedingte Ausnahmesituation hinweist. Die Ergebnisse der Betriebs- und Produktekontrollen werden anschliessend in Inspektionsberichten zusammengestellt und entsprechend mitgeteilt. 

Ergebnisse der Laboruntersuchungen, welche von den gesetzlichen Anforderungen in Bezug auf Qualität und Sicherheit abweichen, werden unverändert mittels Belastungen gemäss Art. 169 Abs. 1, Bst. h des LwG (SR 910.1) sanktioniert. Dasselbe gilt für die Beurteilung der Deklaration. Die Gebühren werden gemäss Gebührenverordnung des Bundesamtes für Landwirtschaft erhoben. 

Die weiteren nicht-inspektionsrelevanten administrativen Tätigkeiten, wie Registrierungen/Zulassungen, Exportzertifikate, Zollerleichterungen, Biovollzug, telefonische Anfragen etc. werden wie gewohnt erledigt.


Überarbeitete «Weisung zum Vorgehen bei Rückständen im Bio-Bereich»

Per 1. Januar 2020 wurde die "Weisung zum Vorgehen bei Rückständen im Bio-Bereich" als gemeinsame Weisung des BLV und des BLW erlassen und richtet sich an die Vollzugsorgane sowie an die Zertifizierungsstellen.
Neben den Anpassungen betreffend dem Interventionswert von Phosphin (S. 11), wurden aufgrund verschiedener Verordnungsänderungen diverse Artikel angepasst. Ebenfalls wurde das «Rückstands-Formular» neu eingefügt und verschiedene Texte ergänzt.
Die Weisung ist in allen drei Sprachen auf den Websites vom BLV sowie vom BLW aufgeschaltet.

Integration in ein neues Labor-Informationsmanagementsystem

Seit dem 1. November 2019 werden die Inspektions- und Produktedaten unserer Inspektionen und Probenahmen mit einem neuen Labor-Informationsmanagementsystem erfasst.
Mittels Abkoppelung wird sichergestellt, dass während der Analysentätigkeit in den Labors keine Rückschlüsse auf den inspizierten Betrieb gemacht werden können (Datenschutz). Nebst erhöhter Datensicherheit und der Integration in ein bereichsübergreifendes System entstehen für den inspizierten Betrieb Vorteile wie die raschere Zustellung des Inspektionsberichtes der Betriebskontrolle und eine verbesserte, kundenfreundlichere Darstellung der Analysenergebnisse im Inspektionsbericht Produktekontrolle. Die Berichte werden einzeln innerhalb von ca. 10 Arbeitstagen (Betriebskontrolle) respektive innerhalb 40 Tagen nach der Analyse aller Proben (Produktekontrolle) verschickt.
Muss ein Futtermittel aufgrund eines Untersuchungsergebnisses als nicht sicher gemäss Art. 7, FMV, eingestuft werden, wird der Futtermittelbetrieb umgehend informiert und Korrekturmassnahmen werden eingefordert.

Die Gruppe Futtermittel hat die Aufgabe die amtliche Futtermittelkontrolle durchzuführen

Die "amtliche Futtermittelkontrolle" ist das erste Glied der Kontrolle entlang der Lebensmittelkette. Ihr Auftrag ist zu kontrollieren, dass die Futtermittelproduzenten und -Inverkehrbringer nach den Anforderungen der gesetzlichen Grundlagen arbeiten. Somit erteilt sie die Registrierung oder die Zulassung der Firmen, die Futtermittel herstellen oder in Verkehr bringen, führt Inspektionen vor Ort durch und lässt Futtermittel analysieren. Sie gewährleistet somit, dass die Futtermittel gesund und konform sind und garantiert den Täuschungsschutz.

Die "amtliche Futtermittelkontrolle" ist auch verantwortlich für die Bewilligung neuer Produkte für die Tierfütterung.

Ihre Aktivitäten stellen somit den Schutz der Gesundheit von Mensch und Tier, sowie der Umwelt sicher.