Torfqualität

Torfqualität
Intakte (links, © J.-P. Krüger) und stark zersetzte (rechts, © C. Bader) organische Böden unterscheiden sich in vielen physikalischen und chemischen Eigenschaften. Sichtbar ist der Farbunterschied durch die starke Zersetzung (rechts, dunkler Teil des Bohrkerns)

Nach der Entwässerung wird der intakte Torf schnell mikrobiell zersetzt. Neben der Emission von gasförmigen Produkten (v.a. CO2) kommt es auch zu einer Umwandlung des verbleibenden Torfes. Dabei ist die chemische Zusammensetzung des Torfes ein guter Indikator für den Grad der Zersetzung. Durch Entwässerung nimmt das Bodenporenvolumen stark ab, und die Konzentrationen an Nährstoffen (v.a. Stickstoff) sowie die Lagerungsdichte nehmen zu. Die bei der Torfmineralisierung freigesetzten Nährstoffe können nicht alle von den Pflanzen aufgenommen werden und gelangen in die Atmosphäre, in Oberflächengewässer und in das Grundwasser.

Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Grad der Degradierung des Torfes mit der Intensität der Landnutzung (Acker > Grünland > Wald > naturnah) systematisch zunimmt. Zusätzlich zu Standardmessungen der Torfeigenschaften nutzten wir den Gehalt an radioaktivem Kohlenstoff, um den bisherigen Torfverlust an Standorten abzuschätzen.

TorfZersetzung
Noch vorhandener Torf ist unter Acker und Wiese deutlich stärker zersetzt, wie der relativ höhere Stickstoffgehalt zeigt, und enthält deutlich weniger organischen Kohlenstoff als unter Wald oder im naturnahen Zustand.

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