Abschwemmung

Abschwemmung

Mit dem Oberflächenabfluss kann gelöster Phosphor in die Gewässer transportiert werden. Einfluss auf die Menge an abgeschwemmten Phosphor haben Standortfaktoren (Boden, Relief), Witterung (Starkregen, Schneeschmelze etc.) und Bewirtschaftungsfaktoren (Zeitpunkt, Art und Menge der Düngung, Ausbringungstechnik, Nutzungsart und -intensität). Problematisch sind vor allem stark mit Phosphor angereicherte und mit Gülle gedüngte Graslandflächen.

Forschungsprojekt Evaluierung stark beitragender Flächen am Baldeggersee

Die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (lawa) des Kantons Luzern hat ein „Konzept zur Erarbeitung der Phosphorprojekte Phase III“ in enger Zusammenarbeit mit BLW und BAFU erstellt, um das bestehende Phosphor-Projekt nach GSchG Art 62a zu erneuern.

Das begleitende Forschungsprojekt hat folgende Resultate geliefert:

Die langjährigen Messungen der P-Frachten in den Zuflüssen zeigen, dass die diffusen Einträge (Abschwemmung, Drainage, Auswaschung, atmosphärische Deposition auf Gewässer, Hofplatzentwässerung etc.) weiterhin die wichtigste Quelle für algenwirksame P-Einträge in den Baldeggersee darstellen. Die Böden im Einzugsgebiet des Baldeggersees haben zu hohe P-Gehalte. Zur Reduktion der diffusen Einträge ist deshalb eine drastische Senkung des Boden-P notwendig. Diese kann nur durch einen deutlich reduzierten P-Input auf die landwirtschaftlich genutzten Flächen erreicht werden. Zudem wird empfohlen, auffällige Zuleitungen zu untersuchen und bei zu hoher P-Belastung zu sanieren.

Projektmitarbeitende

Sebastian Stoll, Cäcilia von Arb, Volker Prasuhn