Monitoringprogramm „Arten und Lebensräume Landwirtschaft“ - ALL-EMA

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Viele Arten und Lebensräume existieren dank der Landwirtschaft und sind für ihr Fortbestehen darauf angewiesen, dass die landwirtschaftliche Bewirtschaftung ihren Schutz gewährleistet. In der Schweiz umfasst die Agrarlandschaft rund 36 % der Landesfläche. Für deren Bewirtschaftung orientieren sich Bäuerinnen und Bauern an den agrarpolitischen Vorgaben, dem Verhalten der Konsumentinnen und Konsumenten und einer Vielzahl weiterer Einflussfaktoren.

Um die Biodiversität in der Landwirtschaft zu erhalten und zu fördern, wurden im Jahr 2008 Umweltziele für die Landwirtschaft im Bereich Biodiversität von den Bundesämtern für Umwelt (BAFU) und Landwirtschaft (BLW) formuliert. Dazu wurden agrarpolitische Massnahmen bestimmt, welche zur Erreichung dieser Ziele führen sollen. Weiter wurde das Monitoringprogramm ALL-EMA im Auftrag des BLW und BAFU durch Agroscope erarbeitet. Das Monitoringprogramm ALL-EMA übernimmt die Aufgabe, die Entwicklung der Biodiversität in der schweizerischen Agrarlandschaft systematisch zu quantifizieren. Somit können die Erfolge der agrarpolitischen Massnahmen evaluiert und diese optimal weiterentwickelt werden.


Ziele von ALL-EMA

  1. Monitoring Umweltziele Landwirtschaft Bereich Biodiversität – Arten und Lebensräume
    Erfassung von Zustand und Veränderung der Arten- und Lebensraumvielfalt gemäss der Umweltziele Landwirtschaft in der Agrarlandschaft der Schweiz.
  2. Evaluation Biodiversitätsförderflächen
    Beurteilung von Zustand und Veränderung der Arten- und Lebensraumvielfalt in Biodiversitätsförderflächen.
  3. Forschung
    Analyse und Bereitstellung von Daten zur Beantwortung aktueller und zukünftiger Fragen bezüglich Arten- und Lebensraumvielfalt in der Schweizer Agrarlandschaft.

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Resultate

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Medienmitteilungen

19.04.2021

Biodiversität auf Schweizer Landwirtschaftsflächen erstmals erfasst

Viele Pflanzen- und Tierarten sind auf landwirtschaftlich geprägte Lebensräume angewiesen. Wo und wie häufig kommen welche Arten in der Agrarlandschaft vor? In welchem Zustand sind deren Lebensräume? Sind die getroffenen Massnahmen wirksam? Das Biodiversitätsmonitoring-Programm «ALL-EMA» von Agroscope erfasst die Arten- und Lebensraumvielfalt in der Schweizer Agrarlandschaft. Dies ist die Grundlage, um den Zustand von Lebensräumen zu verstehen, von denen die landwirtschaftliche Produktion stark abhängt. Erste Resultate zeigen, dass in tieferen Lagen (Tal- und Hügelzone) die Arten- und Lebensraumvielfalt deutlich niedriger sind als in höheren Lagen (Bergzonen).

11.03.2019

Echte Magerwiesen bleiben selten

Heute gibt es im Talgebiet deutlich mehr ökologisch hochwertige, artenreiche Wiesen als noch vor fünfzehn Jahren. Erste Auswertungen von Monitoringdaten zeigen aber, dass auf vielen Ökoflächen immer noch keine artenreiche Blumenwiese wächst. Die Biodiversität lässt sich gemäss Agroscope-Fachleuten gezielter fördern, wenn die Standortvoraussetzungen besser berücksichtigt werden und die Bewirtschaftung darauf ausgerichtet wird.

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