Schadstoffe im Bienenwachs

Die Bekämpfung der Varroa ist die bedeutenste Belastungsquelle für die Bienenprodukte. Diese Stoffe werden wiederholt angewendet. Für die Varroabekämpfung sollten nur unbedenkliche Substanzen wie organische Säuren und Thymol verwendet werden. Bei richtiger Anwendung dieser Stoffe entstehen keine belastenden Rückstände in den Bienenprodukten.

In unserem Monitoring Programm für Schweizer Bienenwachs beobachten wir in den letzten Jahren eine Zunahme von Coumaphos Rückständen. Wir vermuteten den Gebrauch von Arzneimitteln mit dem Wirkstoff Coumaphos gegen die Varroa-Milbe. Um dies zu überprüfen, behandelten wir 15 Völker mit CheckMite+ und bestimmten anschliessend die Höhe der Coumaphos Rückstände im Bienenwachs. Nach einer einmaligen Behandlung sehen wir deutliche Rückstandsmengen, die ein Risiko für die Bienen darstellen können. Ausserdem kann das Rezyklieren exponierter Altwaben zu erhöhten Rückständen im allgemeinen Wachskreislauf führen.

Unsere Untersuchungen zeigen, dass die Varroazidbelastung des Wachses in den letzten Jahren abgenommen hat (Ausnahme Coumaphos), dank der vermehrten Anwendung der alternativen Varroabekämpfung.

Die Qualität des Bienenwachses: Rückstände (PDF, 156 kB, 14.09.2016)
S. Bogdanov, V. Kilchenmann (2009)

Rückstände in Honig und Wachs nach Anwendung von Apilife VAR (Zusammenfassung) (PDF, 10 kB, 14.09.2016)
S. Bogdanov, A. Imdorf, V. Kilchenmann (1998)

Thymol residues in wax and honey after Apilife VAR treatment (englisch) (PDF, 757 kB, 14.09.2016) Thymolrückstände in Wachs und Honig nach Apilife VAR Anwendung
S. Bogdanov, V. Kilchenmann, A. Imdorf (1998) 

Acaricide residues in honey, beeswax and propolis (englisch) (PDF, 46 kB, 14.09.2016) Akarizidrückstände in Honig, Wachs und Propolis
S. Bogdanov, V. Kilchenmann, A. Imdorf (1999)

Pestizidrückstände in Honig und Bienenwachs aus der Schweiz (PDF, 12 kB, 14.09.2016)
S. Bogdanov, G. Ryll, H. Roth (2003)