Tiere

Risikobeurteilung von Pestiziden für Bienen

Im Frühling 2014 verabschiedete der Bundesrat einen nationalen Massnahmenplan für die Gesundheit der Bienen. Dabei wurden Massnahmen zur Verbesserung des Trachtangebotes und zur Risikobeurteilung von Pflanzenschutzmitteln eingeleitet. Das Zentrum für Bienenforschung beurteilt im Rahmen der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln die Bienenverträglichkeit der Produkte. Weitere Aufgaben sind die Durchführung von Ringversuchen zusammen mit internationalen Labors sowie die Mitarbeit bei der Lösung von Vergiftungsfällen.


Fettqualität bei Schweinen neu bewertet

2014 fand ein von der gesamten Schweinebranche getragener Systemwechsel hin zu einer genaueren Beurteilung der Fettqualität in Schweineschlachtkörpern statt: Seit dem 1. Juli geschieht dies über die Bestimmung der Fettsäurenzusammensetzung mittels Nahinfrarotspektroskopie und über die Jodzahl. Dabei wurden neue Grenzwerte erarbeitet, die eine Überarbeitung der Fütterungsempfehlungen für Schweine durch Agroscope notwendig machten. Das Referenzlabor für Schweinefettqualität befindet sich bei Agroscope.

LegumePlus: Bioaktive Substanzen im Fokus

Bestimmte Futterleguminosen – wie die Esparsette oder der Hornklee – besitzen bioaktive Substanzen, die den Einsatz von Protein in der Fütterung von Wiederkäuern optimieren, die Ausscheidung von Methangas senken, parasitäre Würmer kontrollieren und die Qualität von Nahrungsmitteln aus tierischer Produktion verbessern. Das Projekt LegumePlus, das in diesen Bereichen forscht, endet 2015. Auf die Resultate darf man gespannt sein! Weiterführende Projekte mit europäischen Partnern sind geplant.


Verunreinigungen im Futter auf der Spur

Die Flüssigchromatographie mit Massenspektrometrie-Kopplung (LC-MS/MS) ist eine Analysetechnik, die es erlaubt, Moleküle zu trennen und zu bestimmen. Die Futtermittelanalytik von Agroscope in Posieux arbeitet seit Anfang 2014 mit einem neuen Triple-Quadrupole-LC-MS/MS-Gerät. Das Ziel: Schnell und präzis in Futtermitteln gleichzeitig mehrere unerlaubte Substanzen nachweisen. Konkret: Für Antibiotika beispielsweise kann das Gerät Spuren ab 0,000003 Gramm pro Kilogramm nachweisen.