Methodik

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  1. Die Datenerhebung von ALL-EMA findet in 170 Untersuchungsquadraten statt, beprobt wird ausschliesslich die Agrarlandschaft innerhalb der 1 km2 grossen Untersuchungsquadrate (nicht berücksichtigt werden z. B. Wald und Siedlungen). Die Auswahl der Untersuchungsquadrate erlaubt es, repräsentative Resultate für die einzelnen landwirtschaftlichen Zonen und die Hauptregionen der Umweltziele Landwirtschaft herzuleiten. Daten zu Tagfaltern werden im Rahmen des Biodiversitätsmonitorings Schweiz BDM auf Transekten erfasst, jene zu Brutvögeln als Brutreviere im Rahmen des Monitorings Häufige Brutvogelarten MHB.
  2. Holzige Strukturelemente innerhalb der Untersuchungsquadrate werden in ALL-EMA in Zusammenarbeit mit der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL anhand von Luftbildern flächendeckend stereoskopisch erfasst. So entsteht eine detaillierte Karte, welche Hecken und Feldgehölze, Einzelbäume und Baumgruppen sowie Einzelgebüsche und Gebüschgruppen darstellt.
  3. Innerhalb der Untersuchungsquadrate werden im Feld Lebensraumerhebungen in der Agrarlandschaft auf einem regelmässigen Raster von fünfzig Metern durchgeführt.
  4. Pro Rasterpunkt wird auf kreisförmigen Flächen von 10 m2 der Lebensraumtyp und die Vielfalt an charakteristischen Lebensraumtyp-Arten bestimmt. Mehr zur Lebensraumerhebung.
    Auf einer erweiterten Kreisfläche von 200 m2 werden Neophyten der schwarzen Liste und Strukturen der Agrarlandschaft wie Asthaufen, Lesesteinhaufen und kleine Gewässer erfasst. Mithilfe eines GPS-Gerätes werden die Rasterpunkte angesteuert, die Dateneingabe erfolgt direkt in das Smartphone.
  5. In jedem Untersuchungsquadrat werden auf rund 10 % der Lebensraumerhebungen detaillierte Vegetationsaufnahmen erstellt (kreisförmige Fläche von 10 m2).

In Biodiversitätsförderflächen (BFF) erfolgen zusätzlich sowohl Lebensraumerhebungen als auch Vegetationsaufnahmen ausserhalb des 50-Meter-Rasters. Das Auswahlverfahren für diese Erhebungen erfolgt so, dass zu möglichst vielen Biodiversitätsförderflächen-Typen genügend grosse Stichproben für statistische Auswertungen vorliegen.

Zeitplan

  • 2015 - 2019 Erster Erhebungszyklus:
    Die Kartierungen werden zwischen April und August ausgeführt. Jedes Jahr wird ein Fünftel der über die Schweiz verteilten 170 Untersuchungsquadrate kartiert.
  • 2020 - 2021 Umfassende Auswertungen zum Zustand der Biodiversität
  • 2020 - 2024 Zweiter Erhebungszyklus

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Datenbezug:

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Collage

Lebensraumerhebungen

Ein zentraler Bestandteil der ALL-EMA Methode sind die regelmässig in der Agrarfläche verteilten Lebensraumerhebungen.

Methoden

Luftbild
Beprobungsraster
Aufnahmeflaeche
Fläche für die Lebensraumerhebung und die Vegetationsaufnahme
Vegetationsaufnahme_quer
Pflanzenbestimmung