Messnetz

Die Nationale Bodenbeobachtung NABO erfasst und dokumentiert die Bodenqualität und deren Entwicklung an aktuell 111 Monitoring-Standorten. Diese NABO-Standorte repräsentieren für die Schweiz typische Kombinationen aus Landnutzung, Bodentyp, Geologie, Höhenstufe und anderen Standorteigenschaften. Rund zwei Drittel sind landwirtschaftlich genutzte Standorte (Acker, Dauerwiese, Spezialkulturen), ein Drittel liegt im Wald. Die Beobachtungsflächen sind weder markiert, abgesperrt noch anderweitig geschützt, so dass die Verhältnisse der landwirtschaftlichen oder forstlichen Nutzung möglichst praxisnah erhoben werden. So können unerwünschte Entwicklungen erkannt und die Wirkung von Umweltschutzmassnahmen überprüft werden.

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NABO-Standorte und ihre Nutzung

Die meisten NABO-Standorte werden seit Mitte der 1980er-Jahre regelmässig untersucht, Bodenproben werden mindestens alle 5 Jahre entnommen. Somit liegen konsistente Zeitreihen über mehr als 30 Jahre vor. Sowohl in Europa, als auch weltweit gibt es nur wenige vergleichbare Datensätze. Zunächst lag der Fokus der NABO auf stofflichen Untersuchungen, beispielsweise Schad- und Nährstoffe und Bodenkohlenstoff. Seit 2012 wird an ausgewählten Standorten in jährlichen Erhebungen auch die Bodenbiologie untersucht. Und seit kurzem werden auch bodenphysikalische Eigenschaften erfasst, wobei es in erster Linie um Bodenverdichtung geht.

Um über so lange Zeiträume verlässliche Daten zu produzieren, braucht es verschiedene Massnahmen zur Qualitätssicherung. Damit die wiederholten Erhebungen eines Standortes vergleichbar sind, wird immer exakt dieselbe Fläche à 10 m x 10 m beprobt. Aber auch der Zustand des Bodens bei der Probennahme beeinflusst die Zusammensetzung der Bodenprobe . Denn der Boden ist ein dynamischer Körper, der abhängig vom Wassergehalt quellen oder schrumpfen kann. Daher werden bei jeder Probenahme so genannte physikalische Begleitparameter wie der Wassergehalt und das Raumgewicht der Feinerde bestimmt. Und schliesslich muss auch sichergestellt sein, dass die Bodenproben stets gleich aufgearbeitet werden und die Analytik im Labor über die Zeit stabil bleibt.

 

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