Nutzen und Risiken von Makroorganismen für den Pflanzenschutz

Die Rolle von alternativen Nahrungsquellen bei der Biosicherheit von Nützlingen

Viele räuberische Nützlinge sind in der Lage bei Beutemangel auch alternative Nahrungsquellen zu nutzen. Sichern sie damit ihre Entwicklung und Fortpflanzung, kann ihnen das gegenüber anderen Arten einen Konkurrenzvorteil verschaffen. Exotischen Arten, eingewandert oder freigesetzt, können so einheimische Arten verdrängen.

Schlüsselfaktoren beim Wirtswechsel von Nützlingen

Nützlinge, wie Prädatoren und Schlupfwespen, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, können auch Nicht-Zielorganismen schädigen. Um vor der Freisetzung solcher Nützlinge die Risiken für die Umwelt einschätzen zu können ist es wichtig, Faktoren innerhalb von Physiologie und Verhalten zu kennen, die das Wirts- bzw. Beutespektrum ausmachen.

Einfluss von invasiven Arten auf Arthropodengemeinschaften

Neue Arten im Ökosystem können direkt durch Konkurrenz oder indirekt durch die Veränderung von Nahrungsressourcen Einfluss auf einheimische Arten ausüben. Ebenso können sie das Gleichgewicht zwischen einheimischen Arten und deren natürlichen Gegenspielern beeinflussen.

Risikobeurteilung für Nützlinge

Makroorganismen sind ein gängiges Mittel, um im Pflanzenschutz gegen Schädlinge vorzugehen. Internationale Richtlinien legen fest, wie diese einzusetzen sind. Agroscope beurteilt die Umweltrisiken solcher Makroorganismen im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft.