Nutzen und Risiken von Makroorganismen für den Pflanzenschutz

Die Rolle von alternativen Nahrungsquellen bei der Biosicherheit von Nützlingen

Viele räuberische Nützlinge sind in der Lage bei Beutemangel auch alternative Nahrungsquellen zu nutzen. Sichern sie damit ihre Entwicklung und Fortpflanzung, kann ihnen das gegenüber anderen Arten einen Konkurrenzvorteil verschaffen. Exotischen Arten, eingewandert oder freigesetzt, können so einheimische Arten verdrängen.

Schlüsselfaktoren beim Wirtswechsel von Nützlingen

Nützlinge, wie Prädatoren und Schlupfwespen, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, können auch Nicht-Zielorganismen schädigen. Um vor der Freisetzung solcher Nützlinge die Risiken für die Umwelt einschätzen zu können ist es wichtig, Faktoren innerhalb von Physiologie und Verhalten zu kennen, die das Wirts- bzw. Beutespektrum ausmachen.

Risikobeurteilung für Nützlinge

Makroorganismen sind ein gängiges Mittel, um im Pflanzenschutz gegen Schädlinge vorzugehen. Internationale Richtlinien legen fest, wie diese einzusetzen sind. Agroscope beurteilt die Umweltrisiken solcher Makroorganismen im Auftrag des Bundesamts für Landwirtschaft.

Wechselwirkungen zwischen natürlichen Gegenspielern

Herbivore Insekten werden häufig von einer ganzen Reihe natürlicher Gegenspieler attackiert. Die interagierenden Arten und ihre Wirkung im Zusammenspiel zu kennen ist Voraussetzung für eine effiziente und sichere biologische Bekämpfung.

Kältetoleranz und Überwinterungsfähigkeit von Parasitoiden

Die Fähigkeit den Winter zu überdauern stellt eine der wichtigsten Barrieren zur Etablierung von Arten in den gemässigten Breiten dar. Um bei der Biosicherheitsbeurteilung abzuschätzen zu können, ob sich ein exotischer Nützling etablieren kann, ist es daher wichtig dessen Überwinterungsstrategie und Kältetoleranz zu kennen.