Nutrigenomik

Nutrigenomik
Verbildlichung des Inneren einer Zelle (Quelle: Harvard Universität, USA)

Der Mensch ernährt sich um zu leben, um Energie zu erhalten, zu wachsen, Leistungen zu vollbringen und alle Stoffwechselprozesse im Körper aufrecht zu erhalten. Dabei geht jeder Organismus individuell mit der ihm zugeführten Nahrung um. Zum einen bestimmen unsere individuellen genetischen Anlagen, wie die einzelnen Nährstoffe im Körper wirken; zum anderen beeinflussen die Inhaltsstoffe unserer Nahrung die Aktivität unserer Gene.

Die noch junge Wissenschaft „Nutrigenomik“ versucht die biologische Aktivität von Nahrungskomponenten zu ergründen, indem sie deren Einfluss auf die Umsetzung von DNA (also unsere Gene) in mRNA und weiter in Proteine und Stoffwechselprodukte (Metabolite) erforscht. Gene, Lebensmittel und auch Stoffwechselerkrankungen auf genetischer, molekularer und zellulärer Ebene in Zusammenhang zu bringen, ist ein Vorhaben von enormer Komplexität. Zum einen, weil jeweils zahlreiche Gene gleichzeitig involviert sind und somit viele weitere Stoffwechselprodukte entstehen; zum anderen aber auch, weil jeder Organismus individuell reagiert.

Bisher hat die Ernährungswissenschaft nur ein begrenztes und allgemeines Wissen über den Zusammenhang von Nahrungsmittelkomponenten, Stoffwechselabläufen und ernährungsbedingten Erkrankungen erarbeitet. Mit Nutrigenomik besitzt die Ernährungsforschung aber nun eine fachliche und analytische Plattform, um weitere Geheimnisse zu lüften und mehr über die für verschiedene Bevölkerungsgruppen oder sogar individuell geeignete Ernährung herauszufinden mit dem Ziel, die Gesundheit zu fördern.

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