Resistenztests

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Übersicht über einen Resistenztest im Gewächshaus

Die Resistenztests werden im Gewächshaus durchgeführt und ermöglichen den Nachweis von Herbizidresistenzen in Unkrautpopulationen, die aus dem Feld kommen. Es handelt sich um eine international standardisierte Testmethode.

Dabei wird aus der Unkraut-Population, bei der Resistenzen vermutet werden, eine bestimmte Anzahl von Individuen entnommen und im Gewächshaus kultiviert. Diese Pflanzen werden nun in einem geeigneten Stadium mit verschiedenen Dosen des betreffenden Herbizids behandelt. Nach einigen Wochen wird die Überlebensrate der Unkräuter festgestellt. Die untersuchten Populationen werden sowohl mit empfindlichen als auch mit resistenten Kontrollpopulationen verglichen. Die Ergebnisse werden anschliessend nach der Empfindlichkeit des Unkrauts gegenüber dem Herbizid klassifiziert.

Bestimmung der Resistenzklasse gemäss der Empfindlichkeit des getesteten Unkrauts

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Bestimmung der Resistenzklasse gemäss der Empfindlichkeit des getesteten Unkrauts (Pflanzenüberlebensrate in%) nach Clarke et al., 1994

Ein Beispiel: In einer Population der Resistenzklasse 2 haben bei einer Behandlung mit der zugelassenen Dosis mindestens 40% der Pflanzen überlebt.

In einigen Fällen haben Pflanzen mehrere Mechanismen erworben, mit denen sie Herbizide mit verschiedenen Wirkmechanismen überleben können. In diesem Fall wird von einer Mehrfachresistenz gesprochen.

Mit den Tests in den Gewächshäusern kann geprüft werden, ob Herbizidresistenzen vorhanden sind, nicht aber, welche Resistenzart vorliegt.