Beim Frittieren bestimmter Kartoffelsorten treten dunkle Flecken auf. Forschende von Agroscope haben nun eine neue Skala entwickelt, um diese spezielle Bräunung zu quantifizieren und anfällige Sorten gezielt zu identifizieren.
Seit einigen Jahren beobachtet die Kartoffelbranche ein spezielles Bräunungsproblem bei bestimmten Sorten – vor allem bei solchen, die zu Chips verarbeitet werden. Beim Frittieren treten dabei unregelmässige, dunkle Flecken entlang der Gefässbündel in den Knollen auf. Fachleute vermuten, dass mehrere Krankheitserreger dafür verantwortlich sind.
Diese sogenannten Gefässbündel-Verbräunungen lassen sich von anderen klassischen Bräunungen visuell unterscheiden, etwa solchen, die durch einen zu niedrigen Stärkegehalt entstehen. Deshalb haben Forschende von Agroscope eine zweite Bewertungsskala entwickelt. Sie erlaubt es, gezielt die typischen, fleckigen Verfärbungen entlang der Gefässbündel zu quantifizieren.
Mit dieser neuen Bewertungsskala können Fachleute nun besser beurteilen, welche Kartoffelsorten besonders anfällig für diese Bräunung sind – zum Beispiel im Rahmen von Sortenprüfungen oder Forschungsprojekten.