Kraftfutterkosten im Griff behalten

Milchwirtschaft Kühe

Erfolgreiche Milchviehbetriebe weisen eine höhere Grundfutterleistung auf. Dies zeigt eine Analyse von Buchhaltungsdaten.

42% der rund 50 000 Schweizer Landwirtschaftsbetriebe sind Milchviehhalter. Im Vergleich mit anderen Betriebstypen ist ihr Einkommen unterdurchschnittlich. Es stellt sich die Frage, wie sich die Betriebe in den letzten Jahren entwickelt haben und mit welchen Strategien höhere Deckungsbeiträge erzielt werden können.

Dierk Schmid von Agroscope hat mit Hilfe von Buchhaltungsdaten die Leistungen und Kosten des Betriebszweigs Milchvieh und Aufzucht von 2010 bis 2019 analysiert. Sein Fazit:

  • Von 2016−2019 sind die Deckungsbeiträge kontinuierlich gestiegen. Beeinflusst wurden sie hauptsächlich vom zunehmenden Milchpreis, von der Milchleistungssteigerung sowie von den höheren Preisen auf dem Fleisch- und Nutzviehmarkt.
  • Höhere Deckungsbeiträge werden über höhere monetäre Leistungen aus der Milch und höhere Grundfutterleistung erreicht. So weisen die erfolgreichsten 25% der Betriebe nur wenig höhere Kraftfutterkosten aus als die schlechtesten 25% der Betriebe. Gründe dafür könnten das Fütterungs- und Weidemanagement oder die verwendete Rasse sein.
  • Die monetäre Leistung aus der Milch wird in der Talregion stärker über die Milchmenge, in der Bergregion stärker über den Preis beeinflusst.
  • Der Kraftfuttereinsatz in der Tal- und Hügelregion scheint aktuell in den höchsten Milchleistungsklassen das Optimum bezüglich Deckungsbeitrag je Rind-Grossvieheinheit überschritten zu haben.
  • Wenn eine Kraftfutterstrategie angewandt wird, dann sollte man im Hochleistungsbereich besonders auf das Input-Output-Verhältnis des Kraftfuttereinsatzes achten.
  • Im Vergleich zu den anderen Regionen ist der Kraftfuttereinsatz je kg Milch in der Bergregion am höchsten. Aber auch der Deckungsbeitrag je kg Milch ist aufgrund des höheren Milchpreises und des Aufzuchtanteils höher.

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Letzte Änderung 26.07.2021

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