Lachgasemissionen von Kuhweiden sind niedriger als erwartet

Sehr viel klimaschädliches Lachgas stammt aus der Landwirtschaft. Agroscope-Forschende konnten nun zeigen, dass weidende Kühe viel weniger von diesem Klimagas verursachen als bisher angenommen.

Die Landwirtschaft ist für etwa zwei Drittel der Lachgasemissionen in der Schweiz verantwortlich. Das Problem dabei: Der klimaerwärmende Effekt von Lachgas ist rund 265 Mal so stark als der von Kohlendioxid.

Forschende von Agroscope wollten es darum genau wissen und haben die Lachgasemissionen von Kuhweiden erforscht. Es zeigte sich, dass Lachgasemissionen sehr stark von den lokalen Gegebenheiten abhängen: vom Boden und von der Feuchtigkeit. In trockenen Jahren ergaben sich weniger Emissionen als in nassen. Übers Ganze gesehen sind die Emissionen weidender Kühe deutlich geringer als bisher angenommen, sie machen nur etwa 5% der landwirtschaftlichen Lachgasemissionen aus. Diese neuen Richtwerte fliessen in Emissionsinventare – unter anderem ins Treibhausgasinventar des Bundesamts für Umwelt BAFU – ein. Erfahren Sie mehr zu diesem Projekt im Video «Lachgasemissionen von Kuhweiden sind niedriger als erwartet».

 

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CO2 und Treibhausgase in landwirtschaftlichen Böden

Die Landwirtschaft verursacht Treibhausgasemissionen durch Bewirtschaftung und Nutzungswandel. Dies wirkt sich insbesondere auf den Kohlenstoffgehalt der Böden und die Lachgas- und Methanemissionen aus. Eine Veränderung dieser Grössen hat Auswirkungen auf unser Klima, die Ressource Boden, und die Umweltleistungen der Landwirtschaft.

Letzte Änderung 22.12.2022

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