Herbizidfreie Bekämpfung von Erdmandelgras

Erdmandelgras, paysage souchet, Herbologie
© Agroscope

In mehrjährigen Praxisversuchen hat Agroscope in Zusammenarbeit mit Partnern die herbizidfreie Bekämpfung von Erdmandelgras untersucht. Ein neues Merkblatt und ein Video fassen die Ergebnisse zusammen.

Das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) wurde erstmals 1989 im Tessin entdeckt und hat sich seitdem in der ganzen Schweiz ausgebreitet. Die Pflanze vermehrt sich hauptsächlich über erbsengrosse Knöllchen, die sich im Sommer an den unterirdischen Rhizomen bilden und im Boden überwintern. Werden keine geeigneten Massnahmen ergriffen, kann das Erdmandelgras eine landwirtschaftliche Fläche innerhalb weniger Jahre befallen und zu erheblichen Ertragsausfällen führen.

Melde- und Bekämpfungspflicht

Die Bekämpfung der Pflanze ist sehr schwierig. Daher sind die Verhinderung der Einschleppung, die Früherkennung und die Bekämpfung entscheidend. Seit dem 1. Januar dieses Jahres unterliegt das Erdmandelgras einer Meldepflicht und muss bekämpft werden.

Die Empfehlungen für die Bekämpfung basieren auf einer Kombination von Massnahmen, da es keine einzelne Massnahme gibt, mit der das hartnäckige Unkraut vollständig beseitigt werden kann. Die chemische Bekämpfung der Erdmandelgrases ist besonders schwierig, da einer der wenigen geeigneten und wirksamen Wirkstoffe seit 2025 nicht mehr zugelassen ist.

Wissenswertes zur Schwarzbrache

Die Schwarzbrache, die von Agroscope und seinen Partnern im Rahmen der mehrjährigen Praxisversuche zur herbizidfreien Bekämpfung getestet wurde, erweist sich als wirksame Methode, um bei grossflächiger Ausbreitung des Erdmandelgrases die Knöllchenbestände im Boden zu reduzieren. Durch wiederholte Bodenbearbeitung zwischen Mitte Mai und September werden die jungen Pflanzen zerstört, bevor sie neue Knöllchen bilden können. Ausserdem fördert die Massnahme die Keimung der im Boden verbliebenen Knöllchen und reduziert so deren Bestand.

Das neue Merkblatt beschreibt die Schwarzbrache ausführlich und informiert über weitere herbizidfreie Bekämpfungsmassnahmen. Zusätzlich zeigt ein Video eine Anleitung zur Umsetzung.

Das Merkblatt und das Video wurden von Experten des FiBL, von Agroscope, der HAFL, Bio Suisse, des Pflanzenschutzdienstes des Kantons Bern und dem Institut Klaus Büchel erstellt und von Bio Suisse und dem Amt für Umwelt des Fürstentums Liechtenstein finanziert.

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Letzte Änderung 23.01.2026

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