Medienmitteilungen 2021
Agroscope
Kompetenznetzwerk Obst und Beeren bündelt die Stärken der Schweizer Obstbranche
Agroscope und der Schweizer Obstverband gründen gemeinsam ein nationales Kompetenznetzwerk für Obst und Beeren. Ziel ist es, transdisziplinäre Forschung durchzuführen, an der sich die Akteure der Branche beteiligen. So können die komplexen mittel- und langfristigen Herausforderungen gemeinsam bewältigt werden. Rund 30 Fachleute aus der Branche und aus anderen Institutionen trafen sich Ende November in Bern, um die vorrangigen Forschungsprojekte zu definieren und sich daran zu beteiligen.
Neuorganisation der Pflanzenschutzmittelzulassung
Der Bundesrat hat am 17. November 2021 die Gesetzesänderungen verabschiedet, die für den Transfer der Zulassungsstelle für Pflanzenschutzmittel zum Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) per 1. Januar 2022 erforderlich sind. Er hat ausserdem die Kompetenzen des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) gestärkt, das künftig für die Beurteilung der Risiken von Pflanzenschutzmitteln für die Umwelt zuständig ist. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) wird die Beurteilung des Einflusses von Pflanzenschutzmitteln auf den Schutz der Pflanzen verantworten.
Thomas Gentil wird stellvertretender Leiter von Agroscope
Neues Mitglied der Geschäftsleitung von Agroscope: Thomas Gentil wird ab 1. März 2022 stellvertretender Leiter Agroscope und Leiter der Einheit Ressourcen. Zuletzt war er beim Bundesamt für Polizei fedpol verantwortlich für die Unternehmensentwicklung.
Landwirtschaftliche Einkommen sind 2020 gestiegen
Das landwirtschaftliche Einkommen ist im vergangenen Jahr gegenüber 2019 um 6,7 Prozent gestiegen. Neu liegt es bei durchschnittlich 79 200 Franken pro Betrieb. Dies zeigen die neusten Zahlen von Agroscope. Die Entwicklung hat drei wichtige Gründe: Der Schweinemarkt hat sich weiter erholt. Die inländische Nachfrage nach Lebensmitteln aus der Schweiz nahm wegen der COVID-19-Pandemie zu. Das gute Wetter kam dem Pflanzenbau zugute. Der landwirtschaftliche Arbeitsverdienst pro Vollzeit-Familienarbeitskraft lag 2020 bei 58 600 Franken und war somit 7,5 Prozent höher als 2019.
Spatenstich für den Agroscope-Laborneubau in Posieux
In Posieux ist der Spatenstich für den Agroscope-Laborneubau erfolgt. Das Gebäude wird mit den neuesten Technologien für die Forschung in der Land- und Ernährungswirtschaft ausgestattet. Die Übergabe durch den Kanton Freiburg an Agroscope ist für Ende 2024 geplant.
Vorteile und Zielkonflikte von biologischem und konventionellem Ackerbau
Eine Langzeitstudie von Agroscope hat zum ersten Mal die ökologischen, agronomischen und ökonomischen Stärken und Schwächen von vier verschiedenen Anbausystemen experimentell untersucht. Der Biolandbau steht bezüglich Umweltleistungen an der Spitze. Beim Ertrag hinkt er der konventionellen Landwirtschaft aber nach wie vor hinterher.
Neues Kompetenzzentrum für Rohmilchprodukte
Agroscope und der Kanton Freiburg gründen gemeinsam das nationale Kompetenzzentrum für Rohmilchprodukte in enger Zusammenarbeit mit der Milch- und Käsebranche. Die gemeinsame Forschung wird zu neuen Synergien führen, den Mehrwert von Rohmilchprodukten steigern und sicherstellen, dass mit deren Konsum keine erhöhten Risiken verbunden sind.
Smarte Technologien in der Landwirtschaft: Versuchsstation ist gestartet
Digitale Lösungsansätze für vielfältige Herausforderungen: Agroscope baut gemeinsam mit den Kantonen Thurgau und Schaffhausen sowie der Agridea die neue Versuchsstation Smarte Technologien auf. Sie soll die Digitalisierungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft gezielt für den Einsatz in der Praxis weiterentwickeln. Ein Beirat, bestehend aus den Bauernverbänden der beiden Kantone und der Swiss Future Farm, unterstützt dieses Anliegen und arbeitet strategisch mit.
Eine neue Versuchsstation für die Alp- und Berglandwirtschaft
Mehr Forschung für den Schweizer Alpenraum: Agroscope lanciert gemeinsam mit verschiedenen Partnern die neue Versuchsstation Alp- und Berglandwirtschaft. Diese wird Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen erarbeiten, mit denen Betriebe im Berggebiet zunehmend konfrontiert sind. Mit an Bord sind die Kantone Bern, Graubünden, Tessin, Uri und Wallis sowie die Branche und die Beratung.
Die Tessiner Bevölkerung hilft bei der Bekämpfung des Japankäfers
Agroscope lanciert ein innovatives Tool, um die Ausbreitung des Japankäfers zu überwachen. Der Schädling tritt seit einigen Jahren auch im Tessin auf. Deshalb startet dort ein Citizen-Science-Projekt, das auf die Unterstützung der Tessiner Bevölkerung zählt.
Neue Versuchsstation Weinbau und Önologie im Wallis
Agroscope eröffnet eine neue Versuchsstation für Weinbau und Önologie in Leytron. Diese entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis, der Walliser Weinbaubranche und AGRIDEA. Die Synergieeffekte zwischen den Partnern schaffen Mehrwert für den gesamten Schweizer Weinbau.
Manuel Boss übernimmt den Kompetenzbereich «Pflanzen und pflanzliche Produkte»
Manuel Boss leitet ab 1. Juni 2021 den Kompetenzbereich «Pflanzen und pflanzliche Produkte» bei Agroscope. Er bringt sein grosses Netzwerk und seine Erfahrungen in Wissenschaft und Agrarpolitik mit. Bisher hat Manuel Boss in Brüssel als Botschaftsrat Landwirtschaft gewirkt. Davor war er beim Bundesamt für Landwirtschaft und bei Syngenta tätig.
Biodiversität auf Schweizer Landwirtschaftsflächen erstmals erfasst
Viele Pflanzen- und Tierarten sind auf landwirtschaftlich geprägte Lebensräume angewiesen. Wo und wie häufig kommen welche Arten in der Agrarlandschaft vor? In welchem Zustand sind deren Lebensräume? Sind die getroffenen Massnahmen wirksam? Das Biodiversitätsmonitoring-Programm «ALL-EMA» von Agroscope erfasst die Arten- und Lebensraumvielfalt in der Schweizer Agrarlandschaft. Dies ist die Grundlage, um den Zustand von Lebensräumen zu verstehen, von denen die landwirtschaftliche Produktion stark abhängt. Erste Resultate zeigen, dass in tieferen Lagen (Tal- und Hügelzone) die Arten- und Lebensraumvielfalt deutlich niedriger sind als in höheren Lagen (Bergzonen).
Für nachhaltiges Gemüse: Versuchsstation Gemüsebau in den Startlöchern
Die Umsetzung der neuen Standortstrategie von Agroscope geht einen weiteren wichtigen Schritt: Im Berner Seeland in Ins startet die Versuchsstation Gemüsebau, die sich zentralen Fragen rund um eine nachhaltige Gemüseproduktion widmen wird.
Gezielte Importe und weniger Foodwaste reduzieren die Umweltbelastung der Ernährung
Wie kann die Umweltbelastung unserer Ernährung reduziert werden? Agroscope hat berechnet, dass die Umweltwirkung verbessert werden kann, wenn Nahrungsmittel aus Herkunftsländern importiert werden, in denen die landwirtschaftliche Produktion besonders umweltfreundlich ist. Noch wirksamer ist es, wenn Nahrungsmittelverluste und -abfälle vermieden werden.
Mehr Forschung, mehr Praxisnähe: Versuchsstation Nährstoffflüsse startet
Die neue Standortstrategie von Agroscope sieht den Aufbau neuer Versuchsstationen in Zusammenarbeit mit Kantonen und Branche vor. Als erste startet nun die Versuchsstation zum Thema Nährstoffflüsse im Kanton Luzern. Die Herausforderung in diesem Bereich: Überschüsse von Stickstoff und Phosphor, die insbesondere in Regionen mit hohen Tierbeständen entstehen, belasten die Umwelt. Gemeinsam werden Agroscope und ihre Partner in der Zentralschweiz nach praxisorientierten Lösungen suchen, um die Nährstoffeffizienz zu verbessern und die Emissionen zu reduzieren.
Milchprodukte und Feriengäste – eine gute Kombination
Schweizer Milchproduzentinnen und -produzenten können mit Agrotourismus ihr Einkommen und ihre Produktivität steigern. Demgegenüber haben Direktvermarktende eine deutlich tiefere Produktivität. Dies zeigen die Ergebnisse eines Forschungsprojekts von Agroscope und einem externen Partner.
Auf Spurensuche nach Pestiziden in Schweizer Landwirtschaftsböden
Agroscope analysierte in einer umfassenden Studie die Verbreitung von Pflanzenschutzmittelrückständen in Schweizer Landwirtschaftsböden und deren potenzielle Auswirkungen auf das Bodenleben. Die Resultate zeigen, dass Rückstände in Böden weit verbreitet sind und sich negativ auf das mikrobielle Bodenleben und nützliche Bodenpilze auswirken könnten.
Agroscope – Mars Schweiz ruft spezifische Produktionschargen von Pedigree Trockenfutter zurück
In Zusammenarbeit mit Agroscope ruft die Mars Schweiz AG spezifische Produktionschargen von Pedigree Trockenfutter für Hunde zurück. Bei mehrwöchigem Verzehr können die betroffenen Produkte für das Tier gesundheitsschädlich sein. Betroffene Kunden erhalten den Kaufpreis in Form von Gutscheinen zurückerstattet.
Erfolg mit der Alpwirtschaft – gemeinsam!
Forschende von Agroscope befragten Leiterinnen und Leiter von Gemeinschaftsalpen zum ökonomischen und sozialen Erfolg ihrer Betriebe. Es zeigte sich: Gemeinschaftsalpen sind erfolgreicher, wenn sie durch politische Gemeinden geführt werden oder sich im Tourismus engagieren.
Mehr Wurzelkohlenstoff in extensiven Anbausystemen – Treibhausgasinventar wird optimiert
Böden besitzen grosses Potenzial, CO2 aus der Atmosphäre in Form von Kohlenstoff zurückzuhalten und damit die globale Erwärmung zu mildern. Agroscope-Forschende konnten nun zeigen, dass in extensiven Anbausystemen deutlich mehr Kohlenstoff über Pflanzenwurzeln in den Boden gelangt als bisher angenommen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden die Schätzgrössen für das nationale Treibhausgasinventar angepasst.