Alpengarten Maran
Der Alpengarten Maran oberhalb Arosa umfasst Versuchsfelder für Futterbau und Kartoffeln sowie einen 1000 Quadratmeter grossen Alpengarten mit rund 500 Gefässpflanzen. Die 4000 Quadratmeter grosse Anlage kann während der Vegetationszeit frei besichtigt werden.
1884 wurde oberhalb von Trimmis (GR) auf der Fürstenalp, welche dem (Fürst-)Bistum Chur gehört, auf 1775m ü. M. ein alpines Versuchsfeld gegründet, das 1932 nach Maran auf 1850m ü. M. verlegt wurde. Seither werden auf kleinem Raum die typischen Lebensräume der offenen Kulturlandschaft von Arosa (zum Beispiel Magerwiesen, Fettweiden, Lägerfluren) und ihre charakteristischen Pflanzenarten präsentiert.
Seit 2011 erfährt der Alpengarten eine sanfte Neugestaltung. Neu sind sechs südexponierte Gesteinsbeete mit zwei verschiedenen Kalkgesteinen (Dolomit und Schiefer), drei Silikatgesteinen (Paragneis, Orthogneis, Granit) sowie dem seltenen, aber für Arosa charakteristischen Serpentin. Die neuen Gesteinsbeete verhelfen zu einem Einblick in die besonders vielfältige Geologie und Pflanzenwelt von Arosa und Umgebung. 2012 wurde ein Feuchtgebiet angelegt, um Pflanzen Lebensräume zu bieten, die immer mehr aus unserer Landschaft verschwinden. Zudem gibt es seit 2012 Versuche, verschiedene Pflanzen aus ihren angestammten Quartieren an die neuen, besser geeigneten Standorte umzusiedeln und die wertvolle Lebendsammlung mit zusätzlichen Arten aus dem Raum Arosa zu ergänzen.
2016 wurde der „Glücksstein-Trail“, der neue Rundweg zum Alpengarten mit Schautafeln eröffnet. Entlang des Themenwegs werden fünf Lebensräume, die man auch im Garten findet wieder aufgegriffen und man kann so die Beete mit der natürlichen Umgebung vergleichen. Das Quiz zum Rundweg bietet für Kinder einen besonderen Anreiz.
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