Medienmitteilungen 2023
Agroscope
Bodenatlas zeigt die Verteilung von chemischen Elementen in Schweizer Böden
Agroscope und das Bundesamt für Umwelt haben den ersten Geochemischen Bodenatlas der Schweiz publiziert. Er gibt eine Übersicht über die grossräumige Verteilung von 20 chemischen Elementen, die in den Böden der Schweiz natürlicherweise vorkommen. Der Bodenatlas dient den kantonalen Bodenschutzfachstellen dazu, Belastungen von Böden zu beurteilen und gegebenenfalls Massnahmen zu ergreifen.
Herausforderung Nährstoffverluste – Agroscope unterstützt die landwirtschaftliche Praxis
Nährstoffverluste sind ein zentrales Thema für die Schweizer Landwirtschaft. Aktuelle Zahlen von Agroscope zeigen, dass die Verluste bei Stickstoff und Phosphor seit 2014/2016 um rund 10 Prozent abgenommen haben. Es braucht aber noch weitere Anstrengungen, um die von der Politik vorgegebenen Ziele zu erreichen. Mit einer neuen Serie von Merkblättern unterstützt Agroscope die Landwirtinnen und Landwirte, die Nährstoffeffizienz zu verbessern und so deren Verluste möglichst zu reduzieren.
Landwirtschaftliches Einkommen 2022: Bessere Ernten, aber Aufwände stiegen stärker als Erträge
Die Landwirtinnen und Landwirte erzielten im Jahr 2022 mehrheitlich bessere Ernten als im verregneten Vorjahr. Doch das landwirtschaftliche Einkommen sank um 1,3 Prozent und lag 2022 bei durchschnittlich 79 700 Franken pro Betrieb. Hauptgründe für den Rückgang waren die starke Teuerung bei den Produktionsmitteln und die weiter gesunkenen Preise auf dem Schweinemarkt. Dies zeigt die neuste Erhebung von Agroscope.
Mediengespräch: Agroscope unterstützt bei der Umsetzung des Absenkpfads Stickstoff und Phosphor
Agroscope präsentiert am 28. November 2023 neuste Zahlen zur Entwicklung der Schweizer Nährstoffbilanz. Zudem startet Agroscope eine Merkblatt-Serie zur Optimierung von Nährstoffkreisläufen. Das Forschungsinstitut unterstützt damit gezielt die Schweizer Landwirtschaft bei der Umsetzung des Absenkpfads Stickstoff und Phosphor.
Bund stärkt Ernährungssicherheit mit Klimastrategie
Die Folgen des Klimawandels setzen die Nahrungsmittelproduktion unter Druck. Zugleich sind die landwirtschaftliche Produktion und die Ernährung für einen grossen Teil der Treibhausgasemissionen mitverantwortlich. Mit der neuen «Klimastrategie Landwirtschaft und Ernährung 2050» unterstützt der Bund Massnahmen zur Anpassung der Land- und Ernährungswirtschaft an den Klimawandel und zur Reduktion von Treibhausgasen. Er nimmt dabei die gesamte Wertschöpfungskette in die Pflicht.
Erster Freisetzungsversuch mit Asiatischer Schlupfwespe gegen die Kirschessigfliege
Die invasive Kirschessigfliege ist ein verheerender Schädling im Beeren-, Steinobst- und Weinbau. Agroscope und das CABI setzten nun erstmals einen natürlichen Gegenspieler aus ihrem Herkunftsgebiet in Ostasien in der Schweiz aus. Die Freisetzungsversuche im Jura und im Tessin sollen klären, ob sich diese Schlupfwespe in der Schweiz ansiedeln kann, um die Population der Kirschessigfliege zu regulieren und Produktionsverluste zu verringern.
Mehrere Fälle von Bakterienwelke auf Ingwerpflanzen nachgewiesen
Ende Juli wurde der Eidgenössische Pflanzenschutzdienst (EPSD) informiert, dass aus Deutschland gelieferte Ingwer-Pflanzen möglicherweise mit Ralstonia pseudosolanacearum befallen sind. Inzwischen ist das Bakterium auf zwölf Betrieben in sieben Kantonen nachgewiesen worden. Der EPSD hat die zuständigen kantonalen Pflanzenschutzdienste umgehend informiert. Massnahmen zur Bekämpfung sind angelaufen. Für Mensch und Tier ist das Bakterium ungefährlich.
Ausbreitung des Japankäfers: Ferienreisende werden zur Achtsamkeit aufgerufen
Seit 2017 breitet sich der Japankäfer im Kanton Tessin immer weiter aus. Die Käfer können vor allem in der Landwirtschaft grosse Schäden anrichten und ganze Ernten zerstören. Zum Auftakt der Ferienzeit ruft das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) Reisende zur Achtsamkeit auf. Die Käfer könnten als «blinde Passagiere» über grosse Strecken in Autos und Zügen transportiert und in weiteren Regionen der Schweiz gefährlich werden.
Intensivere Bekämpfung exotischer Schädlinge auf der Alpensüdseite
Die Zahl gebietsfremder Arten, sogenannter Neobiota, steigt in der Schweiz stetig. Einige dieser Organismen können in der Landwirtschaft Schäden verursachen. Auf der Alpensüdseite, einer Region mit hohem Einschleppungsrisiko, haben Agroscope, der Kanton Tessin und Agridea ihre Zusammenarbeit in der Forschung über diese Arten verstärkt.
Agroscope erhält Patent für neues Käsereifungsverfahren
Das europäische Patentamt hat Agroscope das Patent für das neue Käsereifungsverfahren erteilt. Dies wurde am 25. Januar 2023 im Europäischen Patentblatt bekannt gemacht und damit wirksam. Das Patent wird nun in ausgewählten Ländern registriert.