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Alternative Kulturen

Der (Bio)-Ackerbau benötigt nebst den auf grösseren Flächen angebauten Ackerkulturen wie Weizen, Gerste oder Mais auch interessante Nischenkulturen, die sowohl in ökologischer als auch ökonomischer Hinsicht sinnvolle Ergänzungen zu den Hauptkulturen darstellen.

Im Falle der Direktvermarktung ab Hof und Absatz als Premiumprodukt im Fachhandel stellen Produkte solcher Nischenkulturen finanziell interessante Aufstockungsmöglichkeiten für den Einzelbetrieb dar. Häufig fehlen jedoch Kenntnisse über mögliche Arten, Sorten, Anbau, Pflege, Ernte und Verwertungsmöglichkeiten von Alternativkulturen.

Im Rahmen von drittfinanzierten Teilprojekten bearbeiten wir Fragen rund um die Sortenwahl und Anbautechnik von potentiell geeigneten Kulturpflanzen um unter schweizerischen Anbaubedingungen einen ansprechenden Ertrag mit einer guten Qualität zu erzielen.

Pionierlandwirte werden im Anbau dieser Nischenkulturen begleitet und offene Fragen laufend in die Versuche integriert. Die Aktivitäten dieser Arbeiten werden mit der Bedeutung bzw. dem Potential am Markt abgestimmt.

In früheren Arbeitsprogrammen und zum Teil in fremdfinanzierten Projekten wurden Versuche mit Saflor, Hanf, Sommerölmohn, Rispenhirse, Quinoa und Amarant durchgeführt.

Hanf (Cannabis sativa L.)

22. Januar 2026

Raps (Brassica napus L.)

Rapsöl ist derzeit in aller Munde. ErnährungswissenschaflterInnen loben dessen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (Linol- und Linolensäure, Omega-3-Fettsäuren), welche dieses Speiseöl besonders wertvoll machen. Gleichzeitig entdeckt die Gastronomie die geschmacklichen Aspekte des Rapsöl neu und setzt es immer häufiger bei der Zubereitung der Speisen ein. Vor allem für kaltgepresstes, biologisches Rapsöl nimmt die Nachfrage laufend zu.

21. Januar 2026

Rispenhirse (Panicum miliaceum L.)

Die Rispenhirse (Panicum miliaceum L.) wurde in der Schweiz schon zu Zeiten der Pfahlbauer angebaut und diente auch im Mittelalter als wertvolles Nahrungsmittel.

22. Januar 2026

Öllein (Linum usitatissimum L.)

Die vielseitige Verwendung dieser Pflanze ist bereits im lateinischen Namen enthalten: Linum usitatissimum, was soviel heisst wie „der sehr nützliche Lein". Von der Pflanze können sowohl die Fasern in den Stängeln wie auch die Körner (Leinsamen) genutzt werden.

Mohn (Papaver somniferum L.)

Mohn wurde bis in der Mitte des letzten Jahrhunderts in der Schweiz angebaut, jedoch durch ertragreichere Ölpflanzen aus dem Anbau verdrängt.

21. Januar 2026

Linsen (Lens culinaris Medik. subsp. culinaris)

Linsen gehören zu den ersten vom Menschen kultivierten Pflanzenarten. Sie gehören zu den Leguminosen, können also mit Hilfe von Knöllchenbakterien Luftstickstoff binden.

21. Januar 2026

Buchweizen (Fagopyrum esculentum Moench)

Buchweizen, bekannt als Nahrung für arme Leute, wurde im Kanton Graubünden, mit Schwerpunkt Puschlav, traditionell angepflanzt. Mitte der 1950er Jahre wurde der Anbau nach und nach aufgegeben und leider sind keine ursprünglichen Sorten erhalten geblieben.

Saflor (Carthamus tinctorius)

Mit finanzieller Unterstützung einer privaten Stiftung untersuchten wir die Anbauwürdigkeit von Saflor in der Schweiz. Schwerpunkte waren die Suche nach geeigneten Sorten sowie Anbautechniken.

21. Januar 2026

Hanf (Cannabis sativa L.)

Hanf (Cannabis sativa L.) wurde bereits vor mehreren Jahrtausenden in Zentral-Asien zur Fasergewinnung genutzt und kann aufgrund seiner Eigenschaften für sehr unterschiedliche Verwendungszwecke eingesetzt werden.

Sorghum (Sorghum bicolor (L.) Moench)

Das aus Afrika stammende Sorghum bicolor (L.) Moench (= Mohrenhirse), ist in der Schweiz noch eine wenig bekannte Kultur.

21. Januar 2026

Kichererbse (Cicer arietinum)

Die Kichererbse (Cicer arietinum L.) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) und wurde schon 8000 Jahre v. Chr. im Iran und Irak angebaut. Von dort breitete sie sich später nach Indien und Asien aus. Heutzutage sind Kichererbsen die drittwichtigste Hülsenfrucht der Welt.

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