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Varroa

Varroa destructor ist ein Parasit der Östlichen Honigbiene Apis cerana. Er hat über den internationalen Handel in unserer Europäischen Honigbiene A. mellifera einen neuen Wirt gefunden. Die Varroa-Milbe ist in der Schweiz erstmals 1984 aufgetreten und tötet hier wie in allen anderen Ländern befallene Völker in 1 bis 3 Jahren. Um das Überleben dieser Völker sicherzustellen, müssen diese jährlich behandelt werden. Die überwiegende Mehrheit der nicht oder unzureichend behandelten Kolonien ist dem Untergang geweiht.
Im Hinblick auf die Umsetzung effizienter Bekämpfungsmassnahmen hat das ZBF Informationen zur Biologie von Varroa gesammelt. Auf der Grundlage dieses Wissens wurde intensiv an der Entwicklung alternativer, an die Bedingungen Mitteleuropas angepasster Bekämpfungsstrategien geforscht. Diese Forschungsbemühungen werden ständig fortgesetzt, um immer wirkungsvollere Methoden zu erarbeiten. Die Imker und Imkerinnen müssen für einen erfolgreichen Einsatz dieser Bekämpfungsmethoden über die richtige Anwendung der Wirkstoffe informiert werden. Für diese Aufgabe unterstützen wir den Bienengesundheitsdienst.

Bienengesundheitsdienst

Biologie

Bekämpfung der Varroa

Um die Verkümmerung befallener Völker zu verhindern, ist eine jährliche Bekämpfung von Varroa unabdingbar. Damit Probleme mit Rückständen und Resistenzen bei der Anwendung von Akariziden aus der Gruppe der Pyrethroide (Apistan und Bayvarol) oder der Phosphorsäureester (Perizin und CheckMite+) vermieden werden, entwickelte das ZBF in Zusammenarbeit mit europäischen Partnern eine sogenannte «alternative» Bekämpfungsmethode. Sie beruht auf der Anwendung organischer Säuren (Ameisensäure, Oxalsäure) und ätherischer Öle (Thymol).