Produktionssysteme Tiere und Tiergesundheit
Der Forschungsbereich entwickelt nachhaltige Tierproduktionssysteme, welche die Raufutterproduktion optimieren, die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere gewährleisten, gesunde und qualitativ hochwertige Produkte liefern sowie einen Beitrag für eine umweltfreundliche und wirtschaftliche Landwirtschaft leisten.
Für die Wiederkäuer und Schweine steht eine bedarfsgerechte Fütterung zur Gesunderhaltung der Tiere im Zentrum. Sie ermöglicht eine optimale Ausnutzung der Nährstoffe, reduziert so die Kosten für die Landwirtschaft und schont die Umwelt. Eine effiziente und standortgerechte Nutzung der Graslandressourcen bei sich wandelndem Klima, die Produktion von hochwertigem Raufutter sowie die Erhaltung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt stehen im Fokus. Zur Verbesserung und Entwicklung tiergerechter Haltungsformen erarbeitet der Forschungsbereich wissenschaftliche Grundlagen und ist verantwortlich für das Prüf- und Bewilligungsverfahren für Stalleinrichtungen für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen.
Die Bienenforschung fördert die beste imkerliche Praxis. Sie entwickelt Grundlagen zur Bienengesundheit und -haltung und bearbeitet aktuelle Fragen der Zucht, Honigproduktion und -qualität, um eine effiziente Bestäubung zu gewährleisten.
Leitung
Stellvertretung
Forschungsgruppen
Inhaltsverzeichnis
Wiederkäuerernährung und -emissionen
Die Forschungsgruppe Wiederkäuerernährung und -emissionen ist an den Standorten Posieux und Tänikon tätig. Sie beschäftigt sich mit der Physiologie, Ernährung und Haltung von Wiederkäuern in raufutterbetonten Fütterungssystemen. Ziel ist es, die Nährstoffeffizienz nachhaltig zu verbessern, Emissionen aus der Rinderhaltung zu vermindern, ernährungsbedingte Produktionskrankheiten zu reduzieren und die hohe Qualität der Produkte zu erhalten.
Schweine
Die Forschungsgruppe Schweine ist auf die Ernährung von Schweinen in allen physiologischen Phasen spezialisiert. Das Ziel ist es, den Erwartungen der Gesellschaft gerecht zu werden, die Umwelt zu schonen und der Schweizer Konsumentenschaft qualitativ hochwertige Produkte zu liefern. Die Forschung konzentriert sich auf die Definition und Modellierung des Nährstoffbedarfs einzelner Schweine, um sie effizient zu ernähren und ihre Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Das Fachwissen der Gruppe deckt sowohl die Ernährung als auch die Physiologie, Gesundheit, Futtermittelformulierung, Modellierung und Fleischqualität ab.
Weidesysteme
Die Forschungsgruppe Weidesysteme entwickelt Futterproduktions- und Weideverfahren, die an die Tierart, den Betriebstyp und die multifunktionalen Ziele der Weide angepasst sind (nachhaltige Produktion von Biomasse für Tierfutter, Erhaltung der Biodiversität von Pflanzen und Tieren, der Landschaft, der Nährstoffkreisläufe usw.). Besondere Aufmerksamkeit gilt den Bergweiden und der Anpassung der Futterproduktion an den Klimawandel.
Tiergerechte Haltung
Die Forschungsgruppe Tiergerechte Haltung führt Projekte zur Beurteilung und Weiterentwicklung von Haltungssystemen für Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen durch, bearbeitet Gesuche im Rahmen des Prüf- und Bewilligungsverfahrens für serienmässig hergestellte Stalleinrichtungen und berät Mitarbeitende der kantonalen Tierschutzfachstellen bei der Umsetzung der Tierschutzgesetzgebung für Wiederkäuer und Schweine.
Honigbienen
Das Zentrum für Bienenforschung forscht in den Bereichen Bienengesundheit, Imkereipraktiken sowie in der Auswahl und Qualität von Bienenprodukten. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung wirksamer Methoden zur Bekämpfung und Vorbeugung von Krankheiten sowie auf den Wechselwirkungen zwischen Honigbienen und Wildbienen. Eine weitere wichtige Aufgabe des Zentrums für Bienenforschung ist die Durchführung von Risikobewertungen neuer Produkte für Bestäuber.
Futterbau und Graslandsysteme
Die Gruppe Futterbau und Graslandsysteme arbeitet vom Tal- bis ins Alpgebiet für eine nachhaltige Graslandbewirtschaftung. Wir schaffen Wissen für ein Grasland, das sowohl hochwertiges, betriebseigenes Wiesenfutter als auch vielfältige Ökosystemleistungen bereitstellt. Dafür forschen wir an einer standortangepassten, effizienten Bewirtschaftung, an neuen Kunstwiesen-Mischungen und an der Bestandesführung von Naturwiesen. Das Wissen um die ökologischen Prozesse der Wiesen und Weiden trägt dazu bei, ihre Ressourcen nachhaltig zu nutzen und das Grasland für aktuelle Herausforderungen wie den Klimawandel fit zu machen.
Tierische GenoPhenomik
Im Fokus der Forschungsgruppe Tierische GenoPhenomik stehen die Erarbeitung neuer und die Charakterisierung bestehender Zuchtmerkmale für die Produktion von gesunden, effizienteren und robusteren Nutztieren. Um diese neuen Merkmale in vorhandene Zuchtprogramme zu integrieren, führen wir Genomanalysen durch, welche die Identifikation von Genorten und kausalen Varianten ermöglichen und wichtige Grundlagen für einen raschen Zuchterfolg liefern.
