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Produktionssysteme Pflanzen

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich und die Ressourcen (Wasser, Nährstoffe, Energie, Boden und Arbeit) werden immer knapper. Dazu kommen Klimawandel, Bevölkerungswachstum sowie steigende Ansprüche der Gesellschaft wie die reduzierte Anwendung von Pflanzenschutzmittelnt.

Um diese Herausforderungen zu meistern, arbeitet Agroscope an praxistauglichen Lösungsansätzen:

  • die nachhaltige Intensivierung von Acker- und Spezialkulturen: Dabei sollen die eingesetzten Ressourcen wie unter anderem Nährelemente und Wasser effizienter genutzt werden.
  • umweltschonende Anbausysteme: Getestet werden unter anderem die konservierende Landwirtschaft, Mischkulturen sowie die alternative Regulierung der Begleitflora unter Schweizer Bedingungen.
  • werden Anbaumethoden und Nachernteverfahren von Acker- und Spezialkulturen entwickelt, welche die Qualität und die Wertschöpfung der Produkte verbessern. 

Die gewonnenen Erkenntnisse helfen, eine gute Agrarpraxis („best practices“) und politische Massnahmen („best policies“) zu formulieren. Das Ziel ist es, die Qualität der pflanzlichen Erntegüter sowie die Konkurrenzfähigkeit der Schweizer Landwirtschaft weiter zu verbessern und zudem die Risiken für Mensch und Umwelt weiter zu minimieren.

Leitung

Stellvertretung

Forschungsgruppen

Ackerbausysteme und Pflanzenernährung

Basierend auf den Grundsätzen der Agrarökologie hat sich die Forschungsgruppe Ackerbausysteme und Pflanzenernährung zum Ziel gesetzt, wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten, um die Nährstoffeffizienz von Ackerkulturen zu erhöhen, den Einsatz von Recyclingprodukten als Düngemittel zu fördern und resiliente Systeme durch bodenkonservierende Praktiken, diversifizierte Fruchtfolgen und Agroforstsysteme zu entwickeln.

Gewächshauskulturen

Der Gemüseanbau in Gewächshäusern ist ein innovatives und hochproduktives Anbausystem. Agroscope arbeitet an der Entwicklung von Anbautechniken, an der Energie- und Ressourceneffizienz sowie am Schutz von Kulturen im Gewächshaus. Dies erfolgt in Zusammenarbeit mit der Gemüsebranche, um die Erwartungen der Produzierenden zu erfüllen, mit Forschungspartnern, um innovative Anbautechniken für die Zukunft zu entwickeln, und auch mit dem Privatsektor, um im Gewächshausanbau einen kommerziellen Mehrwert zu schaffen.

Beeren und Medizinalpflanzen

Die Forschungsgruppe Beeren und Medizinalpflanzen befasst sich mit der nachhaltigen Produktion von Beeren und Medizinalpflanzen, die auf effizienten Produktionsmethoden, Pflanzenschutz und Nachernteverfahren beruht. Dabei sollen insbesondere die Produktqualität erhöht, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Umweltrisiken minimiert werden. Innovative Produktionssysteme wie Vertical Farming und Agri-Photovoltaik werden untersucht.

Obstkulturen im Alpenraum

Die Forschungsgruppe Obstproduktion im Alpenraum befasst sich mit der Entwicklung innovativer und nachhaltiger Produktions- und Lagersysteme für Obst. Die wichtigsten Forschungsthemen sind (i) die Züchtung neuer Aprikosen- und Birnensorten, um ihre Resistenz gegen Krankheiten und Schädlinge, die Fruchtqualität und die Produktivität zu verbessern, (ii) die Entwicklung von Methoden zur Schädlings- und Krankheitsbekämpfung, um den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren, und (iii) die Bestimmung der Einflussfaktoren der Fruchtqualität vor und nach der Ernte, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verringern.

Herbologie Ackerbau

Die Forschungsgruppe Herbologie Ackerbau untersucht und entwickelt effektive und innovative Strategien zur Unkrautbekämpfung, die auf den Grundsätzen der Agrarökologie basieren. Die Gruppe nimmt an verschiedenen Projekten auf nationaler und europäischer Ebene teil, um Landwirtinnen und Landwirte dabei zu unterstützen, die Ziele in Bezug auf die Reduktion von Herbiziden zu erreichen.

Weinbau

Ziel der Forschungsgruppe Weinbau ist es, krankheitsresistente Sorten zu entwickeln und zu züchten, die klonale Biodiversität traditioneller Sorten zu erhalten und aufzuwerten sowie Pflanzenmaterial (Sorten, Klone, Unterlagen) unter den verschiedenen Bedingungen der Schweizer Rebberge zu testen. Darüber hinaus werden Anbautechniken entwickelt, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln deutlich zu reduzieren und die Bodenpflege sowie die Wasser- und Mineralstoffversorgung schonend zu gestalten. Diese Aspekte werden untersucht mit dem Ziel, die Qualität der Produkte zu verbessern und die Rentabilität und Nachhaltigkeit des Weinbaus zu gewährleisten.

Önologie

Die Hauptaufgabe der Forschungsgruppe Önologie besteht darin, den Fachleuten der Weinbranche Lösungen anzubieten, um den Ausdruck der Weine und des Terroirs zu gewährleisten und gleichzeitig ihre Stabilität zu garantieren sowie den Einsatz von Hilfsmitteln zu reduzieren. Dies erfolgt in einem liberalisierten und wettbewerbsorientierten Umfeld. Die Optimierung der Weinbereitungsverfahren für neue Rebsorten, die gegen Pilzkrankheiten resistent sind, ermöglicht die Herstellung von Qualitätsweinen. Es werden ressourcenschonende und energiesparende Verfahren und Kellereitechniken getestet, um den neuen Anforderungen im Bereich der Gesetzgebung und der Nachhaltigkeit gerecht zu werden.

Anbautechnik und Sorten Ackerbau

Die Forschungsgruppe Anbautechnik und Sorten Ackerbau entwickelt nachhaltige Produktionstechniken sowie neue, an den Klimawandel angepasste Sorten für die wichtigsten Ackerkulturen, die nach verschiedenen Produktionsmethoden (integrierte Produktion, Labels oder Biolandbau) angebaut werden. Um diesen Auftrag zu erfüllen, führt die Gruppe Versuche durch, hauptsächlich im Freiland, vom Genfersee bis in die Ostschweiz.

Weinbau Deutschschweiz

Das Ziel der Forschungsgruppe Weinbau Deutschschweiz ist es, Werkzeuge für Winzerinnen und Winzer zu entwickeln, die die Nachhaltigkeit fördern. Dazu werden Pflanzenschutzstrategien und alternative Produkte sowie neue Rebsorten und klimaangepasste Klone geprüft. Ausserdem wird das Verständnis von Bodenqualitätsparametern für eine hochwertige Traubenproduktion vertieft sowie der Ausbau und die Vermarktung neuer Rebsorten optimiert. Dabei wird die gesamte Wertschöpfungskette von der Traube bis zum Wein beurteilt.