Stoffflussmodell MODIFFUS
Das Stoffflussmodell MODIFFUS (Modell zur Abschätzung diffuser Stoffeinträge in die Gewässer) ist ein mesoskaliges Emissionsmodell, mit dem die Stickstoff- und Phosphoreinträge aus diffusen Quellen (Abschwemmung, Erosion, Auswaschung etc.) in die Gewässer berechnet werden können. Es handelt sich um einen statistisch-empirischen Modellansatz, bei dem umfangreiche Naturraum- und Nutzungsinformationen digital aufbereitet und verknüpft werden. Auf der Grundlage von Feldversuchen, Literaturrecherchen und Expertenwissen werden die Wasser- und Stoffflüsse quantifiziert.
Abschätzung diffuser Phosphor- und Stickstoffeinträge in die Oberflächengewässer der Schweiz
Im Auftrag des BAFU wurden erstmals die diffusen Stickstoff- und Phosphorverluste in die Gewässer flächendeckend für die Schweiz im Hektarraster modelliert. Dazu wurde das an Agroscope entwickelte statistisch-empirische Stoffflussmodell MODIFFUS aktualisiert und weiterentwickelt.
Projektmitarbeitende: Jens Hürdler, Volker Prasuhn, Ernst Spiess
Szenario-Berechnungen für das Projekt zur Verminderung diffuser Nährstoffeinträge in die Gewässer der Schweiz mit MODIFFUS
Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) wurden vier verschiedene Massnahmenkombinationen zur Verminderung der diffusen Nährstoffeinträge in die Gewässer der Schweiz für den Zeitraum 2010 bis 2025 analysiert. Mit dem Agrarsektormodell SWISSland wurden zunächst die ökonomischen und strukturellen Auswirkungen und der Einfluss auf das Direktzahlungs-budget und das sektorale Einkommen bei einer Umsetzung der emissionsmindernden Massnahmen untersucht. Mit dem Stoffflussmodell MODIFFUS wurden anschliessend die diffusen Stickstoff- und Phosphoreinträge in die Gewässer modelliert.
Projektmitarbeitende: Jens Hürdler, Volker Prasuhn, Ernst Spiess, Patrick Kupferschmied
Abklärungen zum Umweltziel Landwirtschaft: Reduktion der landwirtschaftsbedingten Stickstoffeinträge in die Gewässer um 50% gegenüber 1985
Im Bericht „Umweltziele Landwirtschaft“ (BAFU & BLW 2008) lautet beim Stickstoff Ziel 2 „Reduktion der landwirtschaftsbedingten Stickstoffeinträge in die Gewässer um 50% gegenüber 1985“. Im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) sollen folgende Punkte untersucht werden:
- Abklärung des Beitrages der N-Deposition, speziell Ammoniak, an der Nitratauswaschung unter Wald und unproduktiven Flächen; Klärung, ob diese Einträge zu den landwirtschaftsbedingten Einträgen zählen oder nicht.
- Definition der „landwirtschaftsbedingten N-Einträge“;
- Eruieren des N-Ausgangswertes 1985 auf der Grundlage bestehender Daten/Abschätzungen.
Projektmitarbeitende: Volker Prasuhn
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Inhaltsverzeichnis
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Abschwemmung
Mit dem Oberflächenabfluss kann gelöster Phosphor in die Gewässer transportiert werden. Problematisch sind vor allem stark mit Phosphor angereicherte und mit Gülle gedüngte Graslandflächen.

Auswaschung / Lysimeter
Mit dem Sickerwasser können leicht lösliche Stoffe aus dem durchwurzelbaren Boden ausgewaschen und bis ins Grundwasser transportiert werden. Wir versuchen mittels Lysimetern, die Nitratauswaschung zu quantifizieren.

Erosion
Bodenerosion ist nicht nur ein bodenphysikalisches Problem und schädigt die Bodenfruchtbarkeit, sondern kann auch zu Gewässerverunreinigungen führen, wenn mit dem erodierten Bodenmaterial Phosphor in die Gewässer transportiert wird.

Pflanzenschutzmitteleinträge
Für den «Nationalen Aktionsplan zur Risikominderung und nachhaltigen Nutzung von Pflanzenschutzmitteln» (AP PSM) werden die Eintragspfade von PSM in die Gewässer über Erosion, Abschwemmung, Auswaschung, Drainageabfluss und Hofplatzentwässerung ermittelt.


