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Marmorierte Baumwanze - Halyomorpha halys

Umfrage zu Schäden und Massnahmen zur Bekämpfung der marmorierten Baumwanze.

Agroscope führte eine Umfrage zur Marmorierten Baumwanze durch. Produzentinnen und Produzenten beantworteten Fragen zu Schäden und Bekämpfungsmassnahmen im Obstbau.

Die Marmorierte Baumwanze (Halyomorpha halys) stammt ursprünglich aus Ostasien und wurde 2004 in der Schweiz zum ersten Mal beobachtet. Sie ist ein bedeutender Schädling in der Landwirtschaft sowie ein lästiger Plagegeist im Siedlungsgebiet.

Agroscope überwacht das Auftreten und die Entwicklung dieses Insekts in der Schweiz und untersucht verschiedene Bekämpfungsstrategien.

Die Marmorierte Baumwanze verursacht Schäden in Kulturen von der Blüte bis hin zur Ernte. Sie befällt Obstbäume, Beeren, Gemüse, Mais, Soja und Reben. Die Marmorierte Baumwanze stellt eine ernstzunehmende Bedrohung der landwirtschaftlichen Produktion dar.

In der Schweiz hatten Obst- und Gemüsebauern im Spätsommer 2012 erste Befallssymptome dieses Schädlings entdeckt. Ab 2015 wurden erste schwerwiegende Schäden im Tessin beobachtet und 2017 nördlich der Alpen in Zürcher Obstplantagen. Die Schäden wie auch das Auftreten der Wanze können sich stark vom Vorjahr unterscheiden und sind massgebend von den vorherrschenden Klimabedingungen abhängig.

Die Bekämpfung von H. halys ist schwierig, weil die Wanze sehr viele verschiedene Pflanzen befällt und ausserordentlich mobil ist. Der Einsatz von Insektiziden ist nur bedingt wirksam. Daher können die Kulturen langfristig nur mit einer Kombination von verschiedenen Massnahmen nachhaltig gegen diesen Schädling geschützt werden.

In Zusammenarbeit mit den kantonalen Fachstellen, Forschungsinstituten in der Schweiz und im benachbarten Ausland laufen intensive Forschungsarbeiten zur Regulierung der Marmorierten Baumwanze im Obstbau.

Auswirkungen auf Pflanzen

Der Schaden entsteht hauptsächlich durch die Saugtätigkeit der Wanze. Auf den Früchten entstehen Flecken, Dellen und Verformungen. Die Blätter welken, verbräunen oder reissen manchmal an der Einstichstelle auf.

Die von H. halys verursachten Schäden sind häufig nicht eindeutig zuzuordnen, da andere Schädlinge, insbesondere andere Wanzenarten, und Krankheiten ähnliche Schadbilder verursachen können, z. B. bei Birnen.

Befallenes Obst und Gemüse kann normalerweise nicht vermarktet werden. Ausserdem können abgelgte Eigelege auf einigen Gemüse- und Zierpflanzenkulturen ebenso Ertragsein­bussen verursachen. Generell sind Anbauflächen in der Nähe von potentielen Überwinterungsorten (Gebäude, Wald, Baum­gruppe usw.) stärker gefährdet. Die grössten wirtschaftlichen Schäden entstehen von Juli bis Oktober, respektive bereits ab Mai/Juni in Regionen mit zwei Generationen.

Biologie

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Kontakt

URL für Direktzugriff

halyomorpha.agroscope.ch