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Gentechnisch veränderte Organismen für eine nachhaltige Landwirtschaft

Gentechnisch veränderte Pflanzen, neue Züchtungstechnologien und biotechnologische Anwendungen wie RNA-basierte Pflanzenschutzmittel eröffnen Chancen für eine effizientere und umweltfreundlichere Landwirtschaft. Unsere Forschung entwickelt Konzepte und Methoden zur Risikobewertung und schafft die wissenschaftliche Grundlage für ihre sichere Anwendung und Regulierung.

Gentechnisch veränderte (GV) Pflanzen haben weltweit eine wachsende Bedeutung, auch wenn deren Anwendung in Europa bislang sehr restriktiv gehandhabt wird. Neue Pflanzenzüchtungstechnologien, die zielgerichtetere und präzisere Veränderungen erlauben als herkömmliche gentechische Verfahren, haben der Diskussion über Gentechnik in der Landwirtschaft neuen Aufwind gegeben. Doch nicht nur GV Pflanzen für den Anbau im Feld werden entwickelt, sondern auch Spritzmittel gegen Schädlinge und Krankheiten, die biotechnologisch hergestellt werden und auf RNA Molekülen basieren.

Während Pflanzen aus herkömmlicher Gentechnik und neuen Züchtungstechnologien, wie auch Spritzmittel auf RNA-Basis in anderen Weltregionen bereits Realität sind, wird über weitere Möglichkeiten der neuen Technologien diskutiert. Ein Beispiel dafür sind sogenannte Gene Drives. Das sind genetische Konstrukte, die die klassischen Regeln der Vererbung umgehen und dafür sorgen, dass selbst Gene, die sich nachteilig auf die Organismen auswirken, an alle Nachkommen weitergegeben werden. Einsatzmöglichkeiten sind z.B. in der Bekämpfung von Krankheiten welche durch Insekten verbreitet werden oder von invasiven Schädlingen.

All diese Technologien können helfen, die Effizienz der Landwirtschaft zu steigern und den Einsatz von schädlichen Pflanzenschutzmitteln zu verringern. Um eine sichere und nachhaltige Anwendung von GV Organismen und anderen biotechnologischen Produkten zu gewährleisten, ist eine Risikobewertung unabdingbar. Diese erfolgt fallbasiert und erfordert entsprechende Konzepte und Methoden.

Konzeptionell erarbeiten wir, wie Risikoanalysen durchgeführt werden sollten, wie man geeignete und relevante Testarten auswählt und wie Testsysteme beschaffen sein müssen, um aussagekräftige Ergebnisse zu liefern. Beispielhaft entwickeln wir Methoden, um Effekte von GV Pflanzen und neuen insektiziden Proteinen auf nützliche Arthropoden zu testen. Durch systematische Reviews stellen wir den Stand der Forschung in unseren Themengebieten dar.

Unsere Forschung und Expertise hilft für die Weiterentwicklung von Regulierung und wird weltweit unter anderem von Regulierungsbehörden nachgefragt und in Veröffentlichungen, wie z.B. in Leitfäden aufgegriffen.

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