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Veröffentlicht am 7. Oktober 2022

Agroscope und der Kanton Thurgau festigen ihre Zusammenarbeit langfristig

Agroscope ist mit dem Standort Tänikon im Kanton Thurgau fest verankert. Das soll auch künftig so bleiben. Agroscope und der Kanton Thurgau haben mit einer Vertragsverlängerung die Zusammenarbeit vor Ort langfristig bis Ende 2031 gefestigt. Die Schwerpunkte der landwirtschaftlichen Forschung von Agroscope auf dem Versuchsbetrieb in Tänikon liegen in der Digitalisierung und der ressourcenschonenden Produktion.

Agroscope forscht seit dem 1. April 1969, also seit 53 Jahren, am Standort Tänikon. Seither ist auf dem Areal des ehemaligen Frauenklosters ein wichtiger Standort der landwirtschaftlichen Forschung in der Schweiz entstanden. Das soll auch künftig so bleiben. Agroscope und der Kanton Thurgau haben mit einer Vertragsverlängerung die Zusammenarbeit vor Ort langfristig bis Ende 2031 gefestigt.

Win-Win-Situation für beide Partner

Der Kanton Thurgau pachtet vom Bund den landwirtschaftlichen Versuchsbetrieb in Tänikon mit einer Gesamtfläche von rund 81 Hektaren. Er wird vom Betrieb Arenenberg bewirtschaftet, der zum Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau gehört. Agroscope auf der anderen Seite kann die landwirtschaftliche Fläche und die Tierhaltungen des Versuchsbetriebs für ihre Forschung nutzen. «Durch diese Zusammenarbeit entstehen wesentliche Synergien und damit eine Win-Win-Situation für beide Partner. Wir erreichen viel mehr gemeinsam, als jeder für sich», freut sich der Thurgauer Regierungsrat Walter Schönholzer über die fortlaufende Kooperation mit Agroscope. Zudem wird der Wissenstransfer von der Forschung in die Bildung, Beratung und Praxis gestärkt.

Drei Forschungsschwerpunkte

Die Forschenden von Agroscope werden ihre Schwerpunkte in Tänikon langfristig auf die Themen digitale Landwirtschaft, ressourcenschonende Produktion sowie gasförmige Emissionen der Tierhaltung legen. Für letzteres betreibt das Forschungsinstitut in Tänikon den in der Schweiz einmaligen Emissionsversuchsstall, in dem untersucht wird, wie die umweltschädlichen Emissionen von Tieren gesenkt werden können (z.B. mit baulichen Massnahmen oder angepasster Fütterung). Ein weiterer Eckpfeiler der Präsenz von Agroscope in der Region ist die Versuchsstation Smarte Technologien mit den Kantonen Thurgau und Schaffhausen. Dort erweitert Agroscope zusammen mit den kantonalen Beratungsdiensten in einem Co-Creation-Ansatz bisherige Forschungserkenntnisse auf landwirtschaftliche Betriebe.

Kontinuität und Bewegung

«Wir bleiben langfristig in Tänikon präsent» sagt Eva Reinhard, die Leiterin von Agroscope. «Der langfristige Vertrag sorgt für Kontinuität in Zeiten von viel Bewegung. Es kommt wegen des Zukunftsprojekts zu einigen Veränderungen bei uns. Zudem muss sich die Forschung laufend den neuen Herausforderungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft stellen. Da ist viel Bewegung und Flexibilität gefragt – aber Agroscope bleibt in der Region verankert». Nebst dem Versuchsbetrieb in Tänikon und der Versuchsstation Smarte Technologien sehen die Partner weiteres Potenzial, ihre Zusammenarbeit auszubauen – beispielsweise auf dem Versuchsbetrieb in Güttingen.

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