Das Ende der Blackerei

Heissdampf
Blackenbekämpfung mit Heissdampf
Blackenseparation
Blackenbekämpfung mit Trenneinheit zur Wurzelreinigung

Ansprechperson

Biobauern dürfen keine Herbizide gegen Unkräuter verwenden und müssen darum jedes einzelne mühsam von Hand ausreissen. Blacken (Ampfer, Rumex obtusifolius) sind ein Problemunkraut auf Wiesen und Weiden. Das Vieh verschmäht sie wegen ihrer bitteren Inhaltsstoffe und sie sind eine ernsthafte Platz- und Nährstoffkonkurrenz für Futterpflanzen.

In Biobetrieben ist die Beseitigung des Unkrauts von Hand mit dem Blackeneisen und der Abtransport der Wurzeln die gängige wenn auch mühsame Bekämpfungsmethode. Agroscope testet nun zwei neue Verfahren, die diese zeitaufwändige Arbeit erleichtern sollen:

  • Zum einen werden mit einem Heisswasser-/Dampfgemisch die Wurzeln bis in eine Tiefe von etwa zwölf Zentimetern so stark erhitzt, dass sie absterben. Dabei werden zudem die in der Erde schlummernden Blackensamen am Keimen gehindert.
  • Zum anderen werden die Pflanzenwurzeln maschinell ausgerissen und dann in einem zweiten Bearbeitungsschritt vom anhängenden Erdreich getrennt.

Der so wiedergewonnene Mutterboden kann in die entstandenen Löcher rückverfüllt werden. Am Ende bekommt der Landwirt das, was er am meisten will: eine schöne, unkrautfreie Wiese.

Dossier "Blacken" im Schweizer Bauer vom 1.Juni 2013