Biobetriebsnetz: 2011-2013

Biobetriebsnetz

Die Übertragung von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Praxis ist komplex. Oft sind die Schlussfolgerungen, die unter kontrollierten Bedingungen, die in Exaktversuchen vorwiegen, gewonnen wurden, nicht einfach auf den Praxisanbau übertragbar. Anderseits sind Untersuchungen unter Praxisbedingungen immer von sehr vielen unkontrollierbaren Faktoren abhängig, so dass die Bedeutung einzelner Faktoren schwer zu bestimmen ist. In diesem Zusammenhang, hat die Gruppe für Bioackerbau der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART ein Betriebsnetz für praxisnahe Forschung aufgebaut. Das Betriebsnetz soll eine engere Zusammenarbeit zwischen der Forschungsanstalt und den teilnehmenden Praxisbetrieben erlauben.

Die Hauptfrage dieses Projekt lautet: Welche Faktoren beeinflussen die Erträge der Ackerkulturen unter Bio-Bedingungen in der Praxis? Untersucht wird der Einfluss einer Bio-Bewirtschaftung in Abhängigkeit von ihrer Dauer auf den Ertrag der Ackerkulturen, den Unkrautdruck sowie die Unkrautdiversität und das Vorkommen und die Vielfalt von Mykorrhiza-Pilzen. Diese Pilze bilden mit vielen Ackerkulturen eine Symbiose und versorgen die Pflanzen mit essentiellen Nährstoffen. Zudem werden wichtige Erkenntnisse über die tatsächliche Bewirtschaftung (Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Düngung, Unkrautregulierung und Pflanzenschutz) im Bioackerbau gewonnen.

Insgesamt nehmen 34 Betriebe an der Untersuchung teil: 25 Bio-Betriebe, die seit einem bis 32 Jahren auf biologische Bewirtschaftung (Richtlinien von Bio-Suisse) umgestellt sind und neun ÖLN-Betriebe (Ökologischer Leistungsnachweis). Informationen werden direkt von den landwirtschaftlichen Betrieben in Form von Fragebögen und Felderhebungen geholt und diese wissenschaftlich analysiert.

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