Synergienutzung

ALL-EMA_Grafik

ALL-EMA ist als „Agrarumweltindikator“ im Konzept des Agrarumweltmonitorings des Bundesamtes für Landwirtschaft verankert und wurde gezielt komplementär zu den bereits bestehenden und entstehenden nationalen Monitoringprogrammen des BAFU konzipiert. 

Das seit dem Jahr 2000 bestehende Biodiversitätsmonitoring Schweiz (BDM) bildet die häufigsten Arten und Lebensräume ab. Bei der Wirkungskontrolle von Biotopen nationaler Bedeutung und den Rote Liste Arten (RL) von InfoFlora stehen seltene und gefährdete Arten und Lebensräume im Mittelpunkt. Der Fokus von ALL-EMA liegt auf der Erhebung von mittelhäufigen bis mittelseltenen Arten und Lebensräumen welche für die Umweltziele Landwirtschaft von grosser Bedeutung sind, und von den übrigen Programmen nur ungenügend erfasst werden (siehe Abbildung).

Für die Berechnung der relevanten Indikatoren wurden in einem ersten Schritt bereits vorhandene Daten des Biodiversitätsmonitorings Schweiz auf ihre Eignung geprüft. Die Auswertungen machten jedoch deutlich, dass diese Datengrundlage nur Aussagen auf nationaler Ebene zu wenigen und sehr häufigen Lebensräumen erlaubt, und nicht wie benötigt auf regionaler Ebene für mittelhäufige Lebensräume.

Doch auch im daraufhin eigens für ALL-EMA konzipierten Stichprobendesign werden Synergien mit bestehenden Monitoring-Programmen genutzt. Für die Vegetationsaufnahmen wird die Methode des Biodiversitätsmonitorings Schweiz angewandt, welche auch von der Wirkungskontrolle der Biotope von nationaler Bedeutung übernommen wurde. So kann die Vegetationsentwicklung aus Sicht der verschiedenen Monitorings verglichen und für Interpretationsfragen genutzt werden.