Pflanzenkohle

pflanzenkohle

Pflanzenkohle wird aus organischem Abfällen bei Temperaturen zwischen 400 - 700 °C unter Sauerstoffausschluss hergestellt. Diese sogenannte Pyrolyse bringt ein sehr kohlenstoffreiches, aromatisches, schwarzes Produkt hervor, welches wie ein Schwamm für Nährstoffe und Lebensraum für Mikroorganismen dienen kann. Auf Grund der hohen Stabilität im Boden gilt es als mögliche CO2-Senke. Zudem könnte der Einsatz von Pflanzenkohle den Nährstoffkreislauf, insbesondere von Stickstoff, im Boden beeinflussen sowie die Wasserspeicherfähigkeit erhöhen.

Durch die Ausbringung von Pflanzenkohle lassen sich die Lachgasemissionen (N2O) aus landwirtschaftlich genutzten Böden verringern, was auf eine veränderte Aktivität der Mikroorganismen im Boden hindeutet. Für die Treibhausgasbilanz von landwirtschaftlich genutzten Böden, ist die Reduktion der N2O-Emissionen von grosser Bedeutung, da Lachgas ein 300-fach höheres Erwärmungspotential als CO2 hat.

In einem Ressourcenprojekt untersucht Agroscope derzeit im AgroCO2ncept Flaachtal die Möglichkeit, den Humusgehalt intensiv landwirtschaftlich genutzter Böden durch Pflanzenkohle zu erhöhen.

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Wunderwaffe Pflanzenkohle?

Zu Pflanzenkohle umgewandelte Pflanzenreste werden vermehrt in der Landwirtschaft eingesetzt. Hier konnte bereits gezeigt werden, dass sich durch die Ausbringung solcher Kohle die Lachgasemissionen aus landwirtschaftlich genutzten Böden verringern lassen. In einem Ressourcenprojekt untersucht Agroscope derzeit im AgroCO2ncept Flaachtal die Möglichkeit, den Humusgehalt intensiv landwirtschaftlich genutzter Böden durch Pflanzenkohle zu erhöhen.

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