Stoffkreisläufe landwirtschaftlich genutzter Böden im Mittelland

Ausgeglichene Nähr- und Stoffkreisläufe sind für eine nachhaltige Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Böden essenziell. Zwar sind Mitte der 1990er-Jahre ökologische Massnahmen in der Schweizer Landwirtschaft eingeführt worden. Trotzdem konnten nationale Ziele zur Reduzierung von Nährstoffüberschüssen in der Landwirtschaft nur teilweise erreicht werden.

Mit einem Stoffkreislaufmodell für das Mittelland wird ersichtlich, wo und wie sich Landnutzung und Bewirtschaftung über die Jahre ändern. Landnutzungsänderungen werden mit Hilfe von Fernerkundungsdaten und der Google-Engine Plattform detektiert. Mit dem nationalen Modell lassen sich Trends für Stoffflüsse in der Landwirtschaft abschätzen. Die Stoffflüsse werden mit ausgewählten Bodenfunktionen verknüpft, um beispielsweise Filter- und Regulierungsfunktionen für Nährstoffe in Böden zu bewerten. Das Modell identifiziert Risikogebiete mit hohen Nährstoffdefiziten respektive Nährstoffüberschüssen ebenso wie Böden, in denen die Regulierungsfunktionen stark beeinflusst oder sogar überbeansprucht werden. 

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Abbildung: Räumliche Verteilung ausgewählter Betriebstypen im Landmanagement Modell.

 

Projektinformation

Projekt-Team: F. Stumpf und A. Keller

Projektpartner:

  • Prof. Dr. M. Schaepman, Dr. R. de Jong, Universität Zürich, Remote Sensing Laboratories (RSL).
  • Prof. Dr. R. Schulin, ETH Zürich, Institut für terrestrische Ökosysteme

 

Projektdauer: 2016 - 2018

Link: National Land Management Model im NFP68

Publilkationen: 

Wulf. H, T. Mulder, M. Schaepman, A. Keller, P. Jörg. 2015. Remote Sensing of Soils. University of Zürich,
Remote Sensing Laboraties, Zürich. p.71. available at:
http://www.geo.uzh.ch/de/lehrstuehle-und-abteilungen/fernerkundung/news/2015/210115.

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