Cadmium- und Urangehalte in Böden: Screening von Ackerböden im Mittelland

Die Ergebnisse aus dem Cadmium- und Uran-Screening in Ackerböden deuten darauf hin, dass diese potenziell toxischen Metalle über die Mineraldüngung in landwirtschaftliche Flächen eingetragen werden und sich in Böden akkumulieren können. Blei und Arsen werden dagegen in keiner nennenswerten Menge mit Mineraldünger eingetragen. Für drei von sechs NABO-Standorte, die für das Screening ausgewählt wurden, konnten eine Cadmium-Zunahme von 0.02-0.1 mg/kg Jahr und eine Uran-Zunahme von 0.1-0.7 mg/kg Jahr im Oberboden gemessen werden, bezogen auf eine Periode von zwei Jahrzehnten.

Die Metallanreicherung kann auf intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen prinzipiell weiter voranschreiten. Zu den Massnahmen, um Cadmium- und Uran-Einträge in die Böden zu minimieren, gehören unter anderem eine bessere Kontrolle der Cd-Grenzwerte für P-Mineraldünger sowie die Überwachung von Boden, Grund- und Oberflächengewässer. 

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Abbildung: Übersicht der untersuchten Böden und Ackerbaustandorte für das Screening von Cadmium und Uran.

Für das Screening wurden 400 Bodenproben aus 228 Standorten (Abbildung) untersucht. Darunter befinden sich mineralisch gedüngte Flächen im Messnetz der Nationalen Bodenbeobachtung NABO, Standorte in Ackerbaugebieten aus dem Biodiversitäts-Monitoring (BDM) sowie aus den Messnetzen der Kantonalen Bodenbeobachtung (KABO). Für sechs ausgewählte NABO-Parzellen, an denen Angaben über regelmässige P-Mineraldüngereinträge vorliegen, sind zusätzlich die Metalleinträge via Dünger und atmosphärische Deposition ebenso wie die Austräge mit dem Erntegut, für die Periode zwischen 1985 und 2013, bilanziert worden.

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