Agrarumweltmonitoring: Schwermetallbilanzen als Indikator

Die Agrarumweltindikatoren (AUI) des Bundesamts für Landwirtschaft BLW sollen frühzeitigen Aufschluss über unerwünschte Veränderungen geben. Sie dienen als Informationsgrundlage für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik, für die Öffentlichkeit und für die Forschung. Die AUI-Indikatoren erlauben eine Beurteilung, inwiefern die festgelegten Umweltziele erreicht werden können.

Die Nationale Bodenbeobachtung NABO berechnet für rund 300 AUI-Betriebe die jährlichen Kupfer- und Zinkbilanzen, bezogen auf Einzelbetrieb und beprobte Parzelle. Weil Vorsorgewerte in der inländischen Gesetzgebung fehlen, werden die NABO-Stoffbilanzen mit den sogenannten Grenzfrachten aus dem deutschen Bundes-Bodenschutzgesetz verglichen und daraus Aussagen zum Agrarumwelt-Indikator «Schwermetallbilanzen» abgeleitet. Die Grenzfrachten geben die maximalen Stoffeinträge an, mit denen die Bodenqualität langfristig gewährleistet bleibt. 

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Abbildung: Zink- und Kupfer-Nettobilanzen differenziert nach vier Klassen der Tierdichte für die zentrale Auswertung der AUI-Betriebe. Die rote Linie kennzeichnet eine „Grenzfracht“ von 360 g/ha pro Jahr für Kupfer (Cu) und 1200 g/ha pro Jahr für Zink (Zn).

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