Biodiversität im Einsatz gegen Schädlinge in Dauerkulturen

18-16-19-08-02

Halbnatürliche Lebensräume wie Hecken, Baumbestände und Blühstreifen weisen gegenüber der bewirtschafteten Fläche oft eine höhere Artenvielfalt auf und erbringen eine erhöhte Ökosystemdienstleistung.

Agroscope erfasst mittels Freilanderhebungen, Experimenten in Feld und Labor sowie Modellierungen Vorkommen und Ansprüche ausgewählter Schad- und Nutzarthropoden. Die Kenntnisse tragen zur Gestaltung einer Agrarlandschaft bei, welche das Auftreten und die Verbreitung von Schädlingen unterdrückt und die positiven Aspekte der Biodiversität maximal zur Geltung bringt. So erhält Agroscope nachhaltig die Landschaftsqualität und sichert eine wettbewerbsfähige Produktion hochwertiger, pflanzlicher Erzeugnisse.

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Alternative Nahrungsquellen

Alternative Nahrungsquellen

Viele räuberische Nützlinge sind in der Lage bei Beutemangel auch alternative Nahrungsquellen zu nutzen. Sichern sie damit ihre Entwicklung und Fortpflanzung, kann ihnen das gegenüber anderen Arten einen Konkurrenzvorteil verschaffen. Exotischen Arten, eingewandert oder freigesetzt, können so einheimische Arten verdrängen.

Wirtswechsel von Schlupfwespen

Wirtswechsel von Schlupfwespen

Nützlinge, wie Prädatoren und Schlupfwespen, die zur biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden, können auch Nicht-Zielorganismen schädigen. Um vor der Freisetzung solcher Nützlinge die Risiken für die Umwelt einschätzen zu können ist es wichtig, Faktoren innerhalb von Physiologie und Verhalten zu kennen, die das Wirts- bzw. Beutespektrum ausmachen.

Wechselwirkungen

Natürliche Gegenspieler

Herbivore Insekten werden häufig von einer ganzen Reihe natürlicher Gegenspieler attackiert. Die interagierenden Arten und ihre Wirkung im Zusammenspiel zu kennen ist Voraussetzung für eine effiziente und sichere biologische Bekämpfung.

Kältetoleranz

Kältetoleranz und Überwinterungsfähigkeit

Die Fähigkeit den Winter zu überdauern stellt eine der wichtigsten Barrieren zur Etablierung von Arten in den gemässigten Breiten dar. Um bei der Biosicherheitsbeurteilung abzuschätzen zu können, ob sich ein exotischer Nützling etablieren kann, ist es daher wichtig dessen Überwinterungsstrategie und Kältetoleranz zu kennen.

Projektleitung

Projektinformationen

Projektnummer:
18.16.19.08.02

Projekttitel:
Natürliche Schädlingsregulation in Dauerkulturen

Strategisches Forschungsfeld:
Biodiversität

Frühere Projekte

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