Chemische Mittelprüfung

Pflanzenschutzmittel chemische Mittelprüfung

Vor der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln werden deren Verhalten in Boden, Wasser und Luft und die möglichen Rückstände auf Lebensmitteln beurteilt. Die chemische Identität und Qualität des Pflanzenschutzmittels, sowie mögliche Verunreinigungen aus der Synthese müssen hinreichend bekannt sein. 

Verhalten in Boden, Wasser und Luft

Das Verhalten von Pflanzenschutzmitteln, sowie die Bildung von Metaboliten werden in den Umweltkompartimenten Boden, Wasser und Luft beurteilt. Zentrale Kriterien in der Bewertung sind Abbaubarkeit/Persistenz in Boden und Oberflächengewässern und Verlagerung ins Grundwasser. Die Expertengutachten zu Handen des Bundesamts für Landwirtschaft (BLW) enthalten Anträge auf Bewilligung/Ablehnung eines Produkts resp. für risikomindernde Auflagen (z.B. Anwendungsverbot in Grundwasserschutzzonen). 

Metabolisierung in Pflanzen und Bildung von Rückständen auf Erntegütern 

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln kann zu Rückständen in Erntegütern führen. Beurteilt wird der Abbauweg in der Kulturpflanze und die gemäss guter landwirtschaftlicher Praxis zu erwartenden Rückstände in Erntegütern. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) beurteilt die toxikologische Relevanz solcher Rückstände und legt Höchstkonzentrationen von Pflanzenschutzmitteln in Erntegüter. 

Wirkstoffgehalt, Verunreinigungen und Zusammensetzung der Produkte 

Die chemische Identität eines Wirkstoffes, dessen Gehalt im Produkt, sowie Verunreinigungen aus der Synthese müssen hinreichend bekannt sein. Die Zusammensetzung resp. chemisch-physikalischen Eigenschaften des Pflanzenschutzmittels sollen einen problemlosen Einsatz in der Praxis gewährleisten.

 

 

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