Italienisches Raigras (Lolium multiflorum)

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Test mit Fusilade Max (Fluazifop) bei einer resistenten Raigras-Population. Die Pflanzen überleben bei einer Dosis, die vier Mal höher als die zugelassene Dosis ist.
O = Kontrolle (Wasser), N = zugelassene Dosis, 2N= doppelte zugelassene Dosis, 4N = vierfache zugelassene Dosis

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Contribution to the International survey of herbicide resistant weeds

Aktuelle Situation der Resistenzen in der Schweiz

Bei Italienischem Raigras sind gemäss Beobachtungen in den Jahren 2011 und 2017 gegen drei Wirkmechanismen von Herbiziden Resistenzen aufgetreten. Es gibt mehrere Fälle von Mehrfachresistenzen.

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HRAC A : Einige Raigras-Populationen mit einer Resistenz gegen ACCase-Hemmer (Fluazifop) wurden 2014 in Ackerkulturen der Waadtländer Region La Côte festgestellt. Seither wurden weitere Fälle im Kanton bestätigt. Agroscope konnte bisher keine Verdachtsfälle ausserhalb des Kantons Waadt bestätigen.

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HRAC B : Seit 2016 sind einige Fälle einer Resistenz gegenüber ALS-Hemmern (Iodosulfuron) in der Waadtländer Region La Côte beobachtet worden. Diese Fälle erwiesen sich als Mehrfachresistenzen. 2017 wurden einige Einfachresistenzen gegenüber einem ALS-Hemmer in der Waadtländer Region Gros-de-Vaud bestätigt.

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HRAC A und B : 2016 traten einige erste Fälle von Mehrfachresistenzen gegenüber ALS-Hemmern (Iodosulfuron) und ACCase-Hemmern (Pinoxaden) in den Waadtländer Regionen La Côte und Gros-de-Vaud auf.

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HRAC G : Der erste Fall einer Glyphosat-Resistenz in Aubonne (VD) wurde 2013 bestätigt, zwei weitere Fälle in derselben Region 2014. Die Resistenz wurde in Rebbergen nachgewiesen, in denen dieser Wirkstoff seit mehr als fünfzehn Jahren angewendet wurde, eine Praxis, die in Wein- und Obstbaukulturen üblich ist.

Eigenschaften der Pflanze

Italienisches Raigras (Lolium multiflorum)

Ein- oder zweijährige einkeimblättrige Pflanze aus der Familie der Poaceen.

Besiedelte Kulturen alle Arten von Kulturen
Günstige Bedingungen wenig abwechslungsreiche Fruchtfolgen, wenig intensive Bodenbearbeitung
Bevorzugte Böden breites Spektrum von dunklen, humusreichen Böden, mag keine allzu trockenen Böden
Zeitpunkt der Keimung Herbst und Frühling
Bestäubung Wind
Samen-produktion durchschnittlich 250 bis 500 pro Pflanze, bis zu 3000
Überlebens-fähigkeit der Samen 2-5 Jahre

Widerstandskarten in der Schweiz (2011-2017)

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