Weisser Gänsefuss (Chenopodium album)

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Test mit Dancor 70 WG (Metribuzin) bei einer resistenten Geissfuss-Population: überlebende Pflanzen bei der zugelassenen Dosis N.
O = Kontrolle (Wasser), N = zugelassene Dosis, 2N= doppelte zugelassene Dosis, 4N vierfache zugelassene Dosis

Aktuelle Situation der Resistenzen in der Schweiz

Beim Weissen Gänsefuss war zwischen 2011 und 2017 nur ein Wirkmechanismus von Resistenzen betroffen.

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HRAC C1 : Es wurden mehrere Fälle von Resistenzen gegenüber Inhibitoren der Photosynthese (Photosystem-II-Hemmer) bestätigt. Die meisten dieser Fälle traten im Kanton Bern im Zusammenhang mit der Anwendung von Metribuzin, Lenacil und Metamitron auf. Eine Resistenz gegenüber dem letztgenannten Wirkstoff wurde auch im Kanton Freiburg beobachtet. Schliesslich wurde auch ein Fall einer Metamitron-Resistenz im Kanton Zürich festgestellt.
Es handelt sich um eine in der Schweiz insgesamt wenig verbreitete Resistenz, die hauptsächlich im Berner Seeland auftritt. Zwar wurden in der Vergangenheit beim Weissen Geissfuss in Ackerkulturen Resistenzen gegenüber Triazinen festgestellt, in den letzten Jahren gab es aber keine entsprechenden Meldungen. Die chemische Familie der Triazine wurde durch die Familie der Triazinone ersetzt, zu der Metribuzin und Metamitron gehören.

Eigenschaften der Pflanze

Weisser Geissfuss (Chenopodium album)

Einjährige zweikeimblättrige Pflanze aus der Familie der Amaranthaceen.

Besiedelte Kulturen Zuckerrüben, Mais, Soja, Sommer- und Wintergetreide, Kartoffeln, Gemüse
Günstige Bedingungen wenig diversifizierte Fruchtfolge, frühe Aussaat der Kultur, wenig intensive Bodenbearbeitung
Bevorzugte Böden sandig oder lehmig-sandig, feucht, stickstoff- und humusreich, pH-unabhängig
Zeitpunkt der Keimung 2 Zeiträume: März-Mai, August-Oktober
Bestäubung Wind
Production de graines 3000-20’000 / plante
Überlebens-fähigkeit der Samen mehr als 30 Jahre

Widerstandskarten in der Schweiz (2011-2017)

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