Quarantäneorganismen Obstbau

Obstbau Quarantaeneorganismen

Die eidgenössische Pflanzenschutzverordnung enthält eine Liste von Organismen („Quarantäneorganismen"). Da sie in Europa noch nicht oder nur wenig verbreitet vorkommen, wurden offizielle Massnahmen vorgeschrieben, um die Ausbreitung zu verhindern. Ein wichtiges Element ist der Pflanzenpass. Er bescheinigt, dass das Baumschulmaterial offiziell auf Quarantäneorganismen kontrolliert wurde. Das andere ist die Meldepflicht. Bei dieser helfen Produzenten, ein Auftreten dieser Organismen bekannt zu machen. Der Quarantäne-Status ermöglicht den kantonalen Diensten, offizielle Massnahmen gegen Organismen anzuordnen, aber auch finanziell unterstützt zu werden und dem Produzenten Entschädigungen zu zahlen.

Das heisst, für sämtliche Quarantäneorganismen besteht grundsätzlich eine Meldepflicht an den kantonalen Pflanzenschutzdienst oder die kantonale Fachstelle Obst.

Die wichtigsten Quarantäneorganismen des Obstbaus, die den Produzenten durch Bekämpungsmassnahmen betreffen, sind:  

Bakterien

  • Feuerbrand (Erwinia amylovora) Kernobst
  • Bakterielle Fleckenkrankheit (Xanthomonas. arboricola pv. pruni)  Steinobst (nur im Kanton VS)

Virosen und Phytoplasmen

  • Sharka (Plum pox potyvirus) Steinobst
  • Triebsucht des Apfels (Apple proliferation, Candidatus phytoplasma mali) Kernobst - Apfel
  • Birnenverfall (Pear decline, Candidatus phytoplasma pyri) Kernobst - Birne
  • Europäische Steinobst-Vergilunbgskrankheit (Blattchlorose)
    (European stone fruit yellows phytoplasma ESFY, Candidatus phytoplasma prunorum)  Steinobst

 

 

Ansprechperson

Kantonale Pflanzenschutzdienste