Interreg V: Rückstandsarme Obstproduktion (Neuprojekt)

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Rückstandsarme Obstproduktion – Modellanlagen zur Weiterentwicklung des Integrierten Pflanzenschutzes

Die Obstproduktion steht vor sehr grossen Herausforderungen. Detailhandel und Konsumentenschaft fordern qualitativ hochwertige, gesunde, rückstandsarme und preiswerte Lebensmittel, deren Produktion nachhaltig und umweltschonend sein soll. Unter den aktuellen und künftigen Rahmenbedingungen sind diese Ansprüche an die Obstproduktion fast nicht erreichbar.

Ziel des Projektes ist das Aufzeigen neuer Wege, wie die Produktion qualitativ hochstehender, gesunder und weitgehend rückstandsfreier Früchte bei messbar reduziertem Pflanzenschutzmitteleinsatz realisiert werden könnte. In Modellanlagen werden erfolgversprechende Anbau- und Pflanzenschutzstrategien so kombiniert und weiterentwickelt, dass im Vergleich mit üblichen Standards aus der Integrierten Produktion (IP) und dem Biologischen Anbau (BIO) messbar weniger umweltkritische Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden und keine Rückstände auf den Früchten verbleiben. Die Obstbranche im Wirtschaftsraum Bodensee übernimmt damit grenzüberschreitend eine Vorreiterrolle. Sie ist aufgefordert, sich in einem Markt mit sinkenden Preisen und grossen wirtschaftlichen Risiken durch umweltschonende, innovative und ökonomische Produktionsweisen zu profilieren – unter Beibehalt der hohen inneren und äusseren Fruchtqualität.

Erstens geht es darum, Massnahmen zur Reduktion des Pflanzenschutzmitteleinsatzes zu prüfen: Getestet werden Massnahmen wie Sortenwahl, Kulturführung, Einsatz von Schutz- und Abdecksystemen, Kombination von Insektenschutznetzen und Verwirrungstechnik, mechanische und thermische Verfahren als Ersatz für Herbizde sowie Einsatz von Nützlingen und Förderung natürlicher Gegenspieler.

Zweitens werden neue Strategien ökonomisch bewertet: Einzelmassnahmen und Kombinationen verschiedener Strategien werden aus ökonomischer Sicht mit einer Kosten-Nutzen- und einer Rentabilitätsanalyse bewertet und mit typischen IP- und Bio-Standards verglichen. 

Projektpartner

  • Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee KOB, Bavendorf (D)
  • Hochschule Weihenstephan-Triesdorf  HSWT, Versuchsstation Schlachters, Sigmarszell (D)
  • Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg, Karlsruhe (D)
  • Landwirtschaftskammer Vorarlberg, Bregenz (A)
  • Agroscope, Standort Wädenswil (CH)
  • Agridea, Abteilung für Pflanzenbau, Lindau (CH)
  • Kanton St. Gallen, Landwirtschaftliches Zentrum St. Gallen LZSG, Flawil (CH)
  • Kanton Thurgau, Landwirtschaftliches Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg BBZ, Salenstein (CH) 

Förderung

Das Projekt wird durch das Interreg-Programm Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein mit Fördergeldern der Europäischen Union und des Schweizer Bundes finanziell unterstützt.

 

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