Praxistest Slowfeeding

Slowfeeding

Slowfeeding-Systeme im Praxistest
Unter natürlichen Bedingungen verbringen Pferde 12 bis 18 Stunden mit der Nahrungsaufnahme.  Fressen findet Tag und Nacht statt, und Unterbrechungen der Futteraufnahme von mehr als 4 Stunden werden vermieden. Aus ethologischer Sicht scheint die Gabe von Heu ad libitum die beste Lösung für eine pferdegerechte Fütterung zu sein. Leider neigen aber viele Equiden zu Verfettung, wenn die Heumenge nicht rationiert wird.  

Die rationierte Heufütterung ist in der Regel mit langen Unterbrechungen der Futteraufnahme verbunden, insbesondere nachts. Negativen Folgen davon sind Probleme des Verdauungstrakts (Koliken, Magengeschwüre) und der Psyche (Langeweile, Frustration, Stereotypien).

In den letzten Jahren wurden vermehrt verschiedene Arten von Heuraufen entwickelt und unter dem Begriff Slowfeeding-Systeme (aus dem Englischen wortwörtlich «langsames Fressen») vermarktet. Diese Futterdispenser sollen die Fressgeschwindigkeit mechanisch erschweren und damit eine längere Raufutteraufnahme für die gleiche Menge Heu bewirken.  

Kontakt

Publikationen

Video

Vortrag von A. Zollinger anlässlich der Journée Sciences et Innovation équines (Institut français du cheval et de l’équitation, IFCE) 2020 (fr)

Hier ein paar Bilder vom Slowfeeding in der Praxis


Slowfeeding

Welche Slowfeeding-Systeme sind auf dem Markt erhältlich? Führen sie tatsächlich zu längeren Fresszeiten? Ist ihre Verwendung praxistauglich?  Praxistests von verschiedenen Slowfeeding-Systemen werden regelmässig am Schweizer Nationalgestüt von Agroscope durchgeführt. Die Resultate werden demnächst in einem Merkblatt veröffentlicht werden.  Langzeit Auswirkungen welche eine Heugabe in einem engmaschigen Netz auf die Gesundheit und das Verhalten der Pferde haben kann, sind Gegenstand einer Doktorarbeit, zu der Sie über folgenden Link gelangen: Slowfeeding-Studie

Hier ein paar Bilder vom Slowfeeding in der Praxis