Koppen

Charakterisierung von koppenden Pferden: Physiologie, Lernfähigkeit und Persönlichkeit

Kopperstudie SNG I

Das Schweizer Nationalgestüt von Agroscope führte verschiedene Studien durch mit dem Ziel, koppende Pferde zu charakterisieren.

In einer ersten Studie entdeckten die Forschenden, dass koppende Pferde stressempfindlicher sind verglichen mit Pferden ohne Stereotypien und dass Koppen für sie eine Strategie darstellt, um Stress abzubauen. In einer zweiten Studie zeigten die Forschenden auf, dass koppende Pferde auch komplexe Lernaufgaben meistern können. Dabei lernten sie selbstständig, zwei verschiedene Symbole gleicher Form aber unterschiedlicher Farbe zu unterscheiden. Zudem konnten sie Umkehrübungen lösen. Die Schlussfolgerung dieser Studie ist, dass Kopper gleich wie andere Pferde fähig sind, komplexe Aufgaben durchzuführen, wenn dabei die Stressfaktoren reduziert werden.  

Zwei weitere Studien sind noch im Gang. Es handelt sich dabei um Vergleiche der Persönlichkeitsprofile und der Lernkapazität auf verschiedenen Stufen zwischen koppenden und nicht koppenden Pferden. Die Resultate und deren Publikation werden folgen.  

Auch koppende Pferde lösen komplexe Aufgaben

Der Film gibt Einblick in eine Studie des Schweizer Nationalgestüts. Dabei meistert ein Pferd erfolgreich eine komplexe Umkehrübung. Im ersten Versuch wählt das Versuchspferd das Symbol, welches in den vorhergehenden Übungen mit freiem Zugang zu Futter belohnt wurde. Aber diesmal ist die Klappe verschlossen und gibt keine Belohnung frei. Beim nächsten Versuch wählt das Pferd die Klappe mit dem anderen Symbol und bekommt Zugang zum Futter. Das Pferd ist fähig, rasch umzudenken und merkt sich nun das neue Symbol. Anschliessend wählt es jeweils immer richtig und wird mit Futter dafür belohnt.

Kopperstudie SNG III
Kopperstudie SNG IV
Kopperstudie SNG II